Was bedeutet das?
Veränderte Pfoten zeigen sich durch Schwellung, Rötung, Verfärbung, Geschwüre, veränderte Krallen oder eine auffällige Temperatur. Eine entzündliche Schwellung der Ballen wird als Pododermatitis bezeichnet und kann durch Infektionen oder Autoimmunprozesse entstehen. Häufig sind auch Verletzungen, eingetretene Fremdkörper oder entzündete Zehenzwischenräume. Besonders ernst sind plötzlich kalte, schmerzhafte und blasse Hinterpfoten, die auf eine Durchblutungsstörung durch ein verschlepptes Blutgerinnsel hindeuten können, häufig in Verbindung mit einer Herzerkrankung. Weil die Ursachen von harmlosen Verletzungen bis zu lebensbedrohlichen Gefäßverschlüssen reichen, ist es wichtig, Aussehen, Wärme und Schmerzhaftigkeit der Pfoten sowie das Laufverhalten genau zu beobachten und Auffälligkeiten ernst zu nehmen.
Worauf Sie achten sollten
Untersuchen Sie Ballen, Zehen und Krallen vorsichtig.
- Schwellung, Rötung oder Wunden
- Temperatur der Pfoten (kalt oder heiß)
- Schmerz beim Berühren
- Lahmheit oder Lecken der Pfote
Veränderte Pfoten bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein kurzes Lecken oder eine kleine, oberflächliche Schürfung ohne weitere Anzeichen können Sie beobachten. Tierärztlich untersucht werden sollten Pfoten, die geschwollen, gerötet, verletzt, wund oder heiß sind, wenn Ihre Katze lahmt, die Pfote schont oder anhaltend leckt. Auch veränderte Ballen oder Geschwüre gehören abgeklärt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn eine oder beide Hinterpfoten plötzlich kalt, schmerzhaft und blass sind und Ihre Katze die Hinterhand nicht mehr belasten kann. Das kann auf einen akuten Gefäßverschluss hindeuten und ist hochgradig schmerzhaft und lebensbedrohlich. Ebenso dringend ist eine stark geschwollene, heiße Pfote mit deutlichem Schmerz. Bringen Sie Ihre Katze in diesen Fällen ohne Verzögerung in eine Tierklinik.