Was bedeutet das?
Apathie bedeutet, dass die Katze auffallend teilnahmslos, müde und desinteressiert wirkt, sich zurückzieht und kaum noch auf ihre Umgebung reagiert. Sie spielt nicht mehr, begrüßt niemanden und liegt oft nur zusammengerollt an einem stillen Ort. Da Katzen Krankheit instinktiv verbergen, ist ein solcher Rückzug häufig eines der ersten und wichtigsten Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Apathie ist sehr unspezifisch und kann von Fieber, Schmerzen und Infektionen bis zu schweren inneren Erkrankungen zahlreiche Ursachen haben. Genau deshalb ist sie ernst zu nehmen, auch wenn zunächst kein weiteres Symptom sichtbar ist. Achten Sie darauf, ob die Katze noch frisst, trinkt und normal Kot und Urin absetzt.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie das Verhalten mit dem Normalzustand.
- Rückzug an ungewohnte oder versteckte Orte
- vermindertes Interesse an Futter und Spiel
- Reaktion auf Ansprache
- Begleitsymptome wie Fieber oder Erbrechen
Apathie bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltende Apathie ist ein ernstes Warnzeichen und sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, besonders wenn die Katze zusätzlich nicht mehr frisst, sich versteckt oder weitere Anzeichen wie Fieber oder Erbrechen zeigt. Wirkt die Katze nur für kurze Zeit ruhiger, etwa nach einem aufregenden Tag, und ist danach wieder ansprechbar und aktiv, können Sie sie zunächst kurz beobachten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Apathie mit blassen oder bläulichen Schleimhäuten einhergeht oder die Katze nicht mehr richtig ansprechbar und kaum weckbar ist. Dann bringen Sie sie umgehend in eine Tierklinik, da dahinter ein Kreislaufversagen stecken kann. Warten Sie bei einer schwer teilnahmslosen Katze nicht mehrere Tage ab, sondern handeln Sie zügig.