Was bedeutet das?
Ein Anschwellen des Kinns fällt durch eine verdickte, oft gerötete oder unebene Kinnpartie auf. Die häufigste Ursache bei der Katze ist die Katzenakne, bei der sich an Kinn und Unterlippe Mitesser, Pusteln und Krusten bilden, weil die Talgdrüsen verstopfen. Wird die entzündete Haut zusätzlich durch Bakterien infiziert, kann das Kinn deutlich anschwellen, warm werden und schmerzen. Seltener stecken andere Ursachen dahinter, etwa ein Abszess nach einer kleinen Verletzung, eine allergische Reaktion, etwa auf Kunststoffnäpfe, oder ein eosinophiles Granulom. Das Aussehen reicht von einzelnen schwarzen Pünktchen bis zu einer ausgeprägten Schwellung. Verlauf, Rötung und Schmerzhaftigkeit helfen dabei, den Schweregrad einzuschätzen.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie sich das Kinn aus der Nähe an.
- schwarze Punkte (Mitesser) oder Pusteln
- Rötung und Schwellung
- Schmerz beim Berühren
- Krusten oder nässende Stellen
Anschwellen des Kinns bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein deutlich oder schmerzhaft geschwollenes Kinn sollte tierärztlich abgeklärt werden, um die Ursache zu bestimmen und gezielt zu behandeln. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn die Schwellung zunimmt, nässt, verkrustet oder die Katze das Kinn nicht berühren lässt. Auch bei einer leichten, aber wiederkehrenden Katzenakne kann ein Umstieg auf andere Näpfe und eine tierärztliche Beratung helfen. Achten Sie zusätzlich auf begleitende Zeichen wie Kratzen, Reiben oder verändertes Fressverhalten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Kinn stark geschwollen, heiß und schmerzhaft ist und die Katze dabei Fieber hat oder matt wirkt, denn dann kann ein Abszess oder eine ausgedehnte Infektion vorliegen. Stellen Sie das Tier in diesem Fall umgehend vor.