Erfrierungen entstehen bei großer Kälte vor allem an schlecht durchbluteten Körperstellen wie Pfoten, Ohren und Rute. Die Schäden sind zunächst oft nicht sichtbar, weshalb Sie betroffene Stellen sorgfältig beobachten sollten. Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie behutsam vor, denn erfrorenes Gewebe ist schmerzempfindlich und leicht verletzlich. Das Grundprinzip lautet: das Tier in die Wärme bringen, betroffene Stellen langsam und schonend erwärmen und nicht mechanisch reizen. Reiben oder massieren Sie die Haut niemals und verwenden Sie keine direkte Hitze wie Föhn oder heißes Wasser, da dies das geschädigte Gewebe zusätzlich zerstört. Setzen Sie erwärmte Stellen nicht erneut der Kälte aus. Da sich das volle Ausmaß von Erfrierungen erst nach Stunden bis Tagen zeigt, ist eine tierärztliche Kontrolle wichtig, besonders bei blasser, harter oder verfärbter Haut.
Sofort tun
- Bringen Sie das Tier zügig in einen warmen, zugfreien Raum.
- Erwärmen Sie die betroffenen Stellen langsam mit Körperwärme oder lauwarmem Wasser, niemals mit Föhn oder heißem Wasser.
- Tupfen Sie die Stellen vorsichtig trocken, ohne zu reiben oder zu massieren.
- Schützen Sie das Tier vor erneuter Kälte und kontaktieren Sie einen Tierarzt oder eine Tierärztin, besonders bei blasser, harter oder verfärbter Haut.
Nicht tun
- Nicht reiben oder massieren
- Nicht mit heißem Wasser oder Föhn aufwärmen
- Stellen nicht erneut der Kälte aussetzen
Wann sofort in die Klinik
Bei blasser, harter oder schwarz verfärbter Haut zum Tierarzt. Dieser Text ersetzt keinen Tierarzt.