Was bedeutet das?
Atemnot, fachlich Dyspnoe, bedeutet, dass die Katze sichtbar Mühe hat, genug Luft zu bekommen. Anzeichen sind ein angestrengt arbeitender Bauch, ein gestreckter Hals, eine geduckte Haltung oder Atmen mit offenem Maul, was bei Katzen sehr ungewöhnlich und immer ernst zu nehmen ist. Ursachen können Flüssigkeit in der Lunge oder im Brustraum, verengte oder verlegte Atemwege, ein Trauma oder ein Herzproblem sein. Der dadurch entstehende Sauerstoffmangel ist akut lebensbedrohlich. Betroffene Katzen wirken oft ängstlich, vermeiden Bewegung und reagieren empfindlich auf Stress. Weil sich der Zustand rasch verschlechtern kann, zählt jede Minute. Erkennen Sie die Atemnot daran, dass die Atmung schneller, angestrengter oder geräuschvoller ist als normal und die Katze in Ruhe keine Erholung findet.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Atmung aus der Distanz, ohne die Katze zu stressen.
- Atmung mit offenem Maul oder pumpender Bauch
- bläuliche Verfärbung von Zunge oder Zahnfleisch
- Atemgeräusche oder Husten
- Unruhe oder Rückzug an kühle Orte
Atemnot bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Atemnot ist ein absoluter Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine für Katzen geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze dort ohne Verzögerung vor. Warten Sie unter keinen Umständen ab, ob sich die Atmung von selbst beruhigt, denn ein Sauerstoffmangel kann innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen. Besonders alarmierend sind Atmen mit offenem Maul, eine blau oder blass verfärbte Zunge und Schleimhäute sowie Hecheln in Ruhe. Gestalten Sie den Weg in die Praxis so ruhig und stressfrei wie möglich, da Aufregung die Atemnot verschlimmern und den Kreislauf zusätzlich belasten kann. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet – erreichen Sie niemanden, fahren Sie sofort los, ohne den Weg durch weitere Anrufe zu verzögern.