Was bedeutet das?
Schnelle Atmung, fachlich Tachypnoe, bedeutet, dass eine Katze in Ruhe deutlich mehr Atemzüge pro Minute macht als gewöhnlich. Eine entspannte, schlafende oder ruhig liegende Katze sollte gleichmäßig und mühelos atmen, ohne dass sich Bauch und Brust stark bewegen. Ist die Atemfrequenz in Ruhe dauerhaft erhöht, kann das ein frühes Zeichen für Flüssigkeit in der Lunge oder im Brustraum, für ein Herzproblem, für Blutarmut, Fieber, Schmerzen oder Stress sein. Nach Anstrengung, Aufregung oder bei Hitze ist eine vorübergehend schnellere Atmung dagegen normal. Weil eine erhöhte Ruheatmung ein wichtiger Frühhinweis sein kann, lohnt es sich, die Atemzüge im entspannten Zustand zu beobachten und zu zählen.
Worauf Sie achten sollten
Zählen Sie die Atemzüge, wenn die Katze ruht.
- Atemfrequenz in Ruhe oder im Schlaf
- ob der Bauch stark mitarbeitet
- Schleimhautfarbe
- Begleitsymptome wie Husten oder Unruhe
Schnelle Atmung bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine kurzfristig schnellere Atmung nach Spielen, Aufregung oder bei warmen Temperaturen normalisiert sich rasch und ist unbedenklich. Zeitnah tierärztlich abgeklärt werden sollte dagegen eine Atmung, die im Ruhezustand oder im Schlaf dauerhaft schnell bleibt, angestrengt wirkt oder mit sichtbarer Bauchbewegung einhergeht. Zählen Sie hilfreicherweise die Atemzüge pro Minute bei einer ruhig liegenden Katze und notieren Sie den Wert für den Termin. Auch Begleitzeichen wie Husten, Fressunlust oder Mattigkeit sind wichtig. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Schleimhäute blass oder bläulich sind oder wenn Ihre Katze mit offenem Maul atmet, streckt den Hals oder ringt nach Luft. Bringen Sie sie dann umgehend und möglichst stressfrei in eine Tierklinik, da akute Atemnot lebensbedrohlich ist.