Was ist das?
Schmerzen bei der Katze sind eine unangenehme Empfindung, die den Körper vor drohender oder bestehender Schädigung warnt. Anders als viele andere Tiere verbergen Katzen Schmerzen instinktiv sehr gut, weil das Zeigen von Schwäche in der Natur gefährlich wäre. Deshalb äußert sich Schmerz bei ihnen häufig nur indirekt, etwa durch Rückzug, eine veränderte Körperhaltung, nachlassende Fellpflege, verminderten Appetit oder Gereiztheit. Man unterscheidet akute Schmerzen, die etwa durch Verletzungen oder Entzündungen entstehen, von chronischen Schmerzen, wie sie zum Beispiel eine Arthrose verursacht. Weil Schmerzen das Wohlbefinden stark beeinträchtigen und oft auf eine behandelbare Grunderkrankung hinweisen, ist es wichtig, die dezenten Anzeichen zu erkennen und ernst zu nehmen.
Typische Anzeichen
Schmerzen zeigen sich bei Katzen meist subtil.
- Rückzug und vermindertes Interesse
- veränderte, oft gekrümmte oder steife Haltung
- nachlassende Fellpflege
- Gereiztheit oder Abwehr bei Berührung
- verändertes Fress- und Bewegungsverhalten
Mögliche Ursachen
Schmerzen können viele Ursachen haben.
- Verletzungen
- Gelenkerkrankungen wie Arthrose
- Zahn- oder Bauchschmerzen
- Entzündungen oder Tumoren
Was Sie tun können
Beobachten Sie Verhalten, Haltung und Aktivität, da diese oft die einzigen Hinweise sind. Geben Sie niemals Schmerzmittel für Menschen, da viele für Katzen giftig sind.
Schmerzen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei Anzeichen von Schmerz sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, wenn Ihre Katze sich zurückzieht, eine veränderte Haltung einnimmt, weniger springt, die Fellpflege vernachlässigt oder gereizt auf Berührung reagiert. Da Katzen Schmerzen verbergen, sind schon dezente Verhaltensänderungen ein Grund zur Abklärung, zumal Schmerzen meist gut behandelbar sind. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihre Katze anhaltend laut klagt und sich kaum noch bewegen kann, blasse Schleimhäute, Atemnot oder einen Kollaps zeigt oder das Fressen vollständig verweigert und sich rasch verschlechtert. In diesen Fällen müssen Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. Warten Sie bei deutlichem Leidensdruck nicht ab, sondern lassen Sie die Ursache zeitnah klären.