Was ist das?
Das Lungenödem bei der Katze ist eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit in der Lunge. Dabei tritt Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das Lungengewebe und die Lungenbläschen über, sodass dort kein ausreichender Gasaustausch mehr stattfinden kann. Die Katze bekommt in der Folge zu wenig Sauerstoff und gerät in Atemnot, oft mit schneller, angestrengter Atmung. Eine häufige Ursache bei der Katze ist eine Herzschwäche, bei der sich das Blut vor dem Herzen zurückstaut und Flüssigkeit in die Lunge presst. Aber auch andere Erkrankungen können ein Lungenödem auslösen. Weil die Sauerstoffversorgung unmittelbar bedroht ist, handelt es sich um einen akuten und lebensbedrohlichen Zustand. Schon jede zusätzliche Anstrengung kann die Atemnot verschlimmern, weshalb betroffene Katzen sehr schonend behandelt werden müssen.
Typische Anzeichen
Das Lungenödem zeigt sich durch schwere Atemprobleme.
- angestrengte, schnelle Atmung
- Atemnot, oft mit offenem Maul
- erhöhte Atemfrequenz in Ruhe
- Husten
- bläuliche Schleimhäute
Mögliche Ursachen
Die Flüssigkeit in der Lunge hat verschiedene Ursachen.
- Herzschwäche, etwa bei HCM
- schwere Entzündungen
- Vergiftungen oder Verletzungen
- Störungen des Kreislaufs
Was Sie tun können
Vermeiden Sie jeglichen Stress und Anstrengung und bringen Sie die Katze möglichst ruhig in die Klinik. Setzen Sie sie keiner zusätzlichen Aufregung aus.
Lungenödem bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Lungenödem ist ein absoluter Notfall, bei dem sofortiges Handeln über das Überleben entscheidet. Wenn Ihre Katze Atemnot, eine auffallend schnelle oder angestrengte Atmung, offene Maulatmung oder bläulich verfärbte Schleimhäute zeigt, sollten Sie ohne jede Verzögerung eine Tierklinik aufsuchen und dort vorher anrufen. Auch unruhiges Hin- und Herlaufen mit gestreckter Kopfhaltung oder die Unfähigkeit, sich hinzulegen, sind ernste Warnzeichen. Bei einem Lungenödem gilt jede Form von Atemnot als sofortiger Notfall, ein Abwarten ist nicht vertretbar. Transportieren Sie Ihre Katze dabei möglichst ruhig und ohne zusätzlichen Stress, da Aufregung die Atemnot weiter verstärken kann. Vermeiden Sie es, das Tier zu bedrängen oder festzuhalten, und bringen Sie es so schonend wie möglich in fachkundige Hände.