Was bedeutet das?
Pfotenlecken beim Hund bedeutet, dass das Tier eine oder mehrere Pfoten auffällig oft leckt oder beknabbert. Gelegentliches Putzen ist normal, doch anhaltendes Lecken weist meist auf Juckreiz, Schmerz oder Unbehagen hin. Häufige Ursachen sind Verletzungen wie Schnitte, Fremdkörper zwischen den Zehen, Allergien, Pilz- oder Bakterieninfektionen, Parasiten oder gereizte Ballen. Durch das ständige Lecken bleibt die Haut feucht, was Entzündungen begünstigt und die Zwischenzehenhaut oft rot und wund werden lässt. Manchmal steckt auch Stress oder Langeweile dahinter. Wo und wie stark gelekt wird, hilft bei der Einordnung. Bleibt die Ursache bestehen, kann sich eine hartnäckige Hautentzündung entwickeln. Pfotenlecken ist ein beobachtbares Anzeichen und keine Diagnose; die Ursache klärt am sichersten eine tierärztliche Untersuchung.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, welche Pfote betroffen ist und ob das Lecken bestimmten Situationen folgt, etwa nach dem Spaziergang. Untersuchen Sie die Pfote vorsichtig auf Rötung, Schwellung, Wunden, Fremdkörper zwischen den Zehen, Verfärbungen der Haare durch Speichel oder üblen Geruch. Beobachten Sie, ob der Hund lahmt, die Pfote schont oder auch an anderen Körperstellen juckt. Notieren Sie, ob das Lecken neu ist oder schon länger besteht und ob es zu bestimmten Jahreszeiten auftritt. Prüfen Sie die Ballen auf Risse. Verhindern Sie übermäßiges Lecken, damit sich die Haut nicht weiter entzündet.
Pfotenlecken beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Gelegentliches Lecken ohne sichtbare Veränderung können Sie zunächst beobachten. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn der Hund anhaltend an der Pfote leckt, die Haut gerötet, geschwollen oder wund ist, die Stelle riecht oder nässt, oder wenn er lahmt. Häufig steckt eine Infektion, Allergie oder Verletzung dahinter, die behandelt werden sollte. Suchen Sie rascher Hilfe, wenn die Pfote stark blutet, ein Fremdkörper tief steckt, die Zehe stark geschwollen ist oder der Hund vor Schmerz die Pfote gar nicht mehr belastet. Reinigen Sie eine sichtbar verschmutzte Wunde vorsichtig, verzichten Sie aber auf reizende Hausmittel. Beschreiben Sie der Praxis, seit wann und wie stark der Hund leckt.