Was bedeutet das?
Gewichtsverlust bedeutet, dass ein Hund ungewollt an Körpermasse verliert, was sich an hervortretenden Rippen, deutlich sichtbaren Wirbeln und einer insgesamt eingefallenen Körperform zeigt. Die Ursachen sind vielfältig: Ein zu geringes oder minderwertiges Futterangebot kann ebenso dahinterstecken wie ein erhöhter Bedarf, Verdauungsstörungen, Parasiten oder chronische Erkrankungen von Organen, des Stoffwechsels sowie Tumorerkrankungen. Besonders auffällig ist ein Gewichtsverlust, wenn der Hund eigentlich normal oder sogar mehr frisst und trotzdem abnimmt, denn das deutet auf eine gestörte Verwertung der Nahrung hin. Da sich viele ernste Erkrankungen zunächst durch schleichende Abmagerung äußern, verdient anhaltender oder deutlicher Gewichtsverlust Aufmerksamkeit. Regelmäßiges Wiegen hilft, Veränderungen frühzeitig zu bemerken.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie den Verlauf und mögliche Begleitsymptome.
- Geschwindigkeit und Ausmaß der Abmagerung
- Fressverhalten und Futtermenge
- Trinkmenge und Harnabsatz
- Begleitsymptome wie Durchfall, Erbrechen oder Mattigkeit
- Aktivität und Allgemeinbefinden
Gewichtsverlust beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn Ihr Hund ungewollt und deutlich abnimmt, über Wochen kontinuierlich Gewicht verliert oder trotz gutem, teils gesteigertem Appetit immer dünner wird. Auch wenn zusätzliche Anzeichen wie Mattigkeit, Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Trinken oder ein stumpfes Fell hinzukommen, sollte die Ursache abgeklärt werden. So lassen sich zugrunde liegende Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln. Besonders zügig handeln sollten Sie bei einem raschen, ausgeprägten Gewichtsverlust oder wenn Ihr Hund gleichzeitig sichtbar geschwächt wirkt und wiederholt erbricht. Ein langsamer Gewichtsverlust wird im Alltag leicht übersehen, weshalb es sinnvoll ist, das Gewicht in Zweifelsfällen zu kontrollieren und Veränderungen der Körperform sowie des Allgemeinbefindens im Blick zu behalten.