Was ist das?
Die Niereninsuffizienz beschreibt eine nachlassende Leistung der Nieren. Diese Organe filtern ständig das Blut, entfernen Abfallstoffe, regeln den Wasserhaushalt und halten wichtige Mineralien im Gleichgewicht. Arbeiten sie nicht mehr richtig, reichern sich Giftstoffe im Körper an und der Wasserhaushalt gerät durcheinander. Man unterscheidet ein plötzliches akutes Geschehen von einer langsam fortschreitenden chronischen Form, die vor allem ältere Hunde betrifft.
Typische Anzeichen
Eine Nierenschwäche zeigt sich an mehreren typischen Anzeichen.
- vermehrter Durst und größere Urinmengen
- nachlassender Appetit und Gewichtsverlust
- Mattigkeit und Antriebslosigkeit
- Erbrechen und schlechter Maulgeruch
- stumpfes Fell und allgemeines Unwohlsein
Mögliche Ursachen
Eine Niereninsuffizienz kann verschiedene Ursachen haben.
- altersbedingter Verschleiß des Nierengewebes
- vorausgegangene Infektionen oder Entzündungen
- Vergiftungen, etwa durch bestimmte Pflanzen oder Substanzen
- Harnabflussstörungen
- erbliche Nierenerkrankungen
Was Sie tun können
Stellen Sie jederzeit frisches Wasser bereit, damit Ihr Hund den erhöhten Bedarf decken kann, und beobachten Sie Trink- und Fressverhalten genau. Halten Sie feste Fütterungszeiten ein und vermeiden Sie eigenmächtige Futterumstellungen. Notieren Sie Veränderungen für das tierärztliche Gespräch.
Wann zum Tierarzt
Lassen Sie vermehrten Durst, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust tierärztlich abklären, da eine frühe Erkennung den Verlauf günstig beeinflusst. Bei wiederholtem Erbrechen, starker Schwäche oder ausbleibendem Harnabsatz ist rasches Handeln nötig.