Was ist das?
Von Fehlernährung spricht man, wenn die Fütterung nicht den Bedürfnissen des Hundes entspricht, sei es durch ein Zuviel, ein Zuwenig oder ein Ungleichgewicht bestimmter Nährstoffe. Der Körper ist auf eine ausgewogene Versorgung mit Energie, Eiweiß, Fetten, Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen, um gesund zu bleiben, zu wachsen und sich wohlzufühlen. Stimmt diese Balance über längere Zeit nicht, kann der Organismus die entstehenden Lücken oder Überschüsse nicht mehr ausgleichen. Eine unausgewogene Fütterung kann sich dann in ganz unterschiedlichen Beschwerden äußern, etwa an Haut und Fell oder an der Verdauung. Auch Über- oder Untergewicht können die Folge einer Fehlernährung sein. Da sich solche Auswirkungen oft schleichend entwickeln, lohnt es sich, die Ernährung im Blick zu behalten.
Typische Anzeichen
Die Anzeichen einer Fehlernährung entwickeln sich oft schleichend. Mögliche Hinweise sind:
- stumpfes Fell oder Hautprobleme
- Über- oder Untergewicht
- nachlassende Aktivität und Leistungsfähigkeit
- Verdauungsbeschwerden
- vermehrtes Fressen ungeeigneter Dinge
Mögliche Ursachen
Fehlernährung kann verschiedene Ursachen haben. Häufige Faktoren sind:
- einseitige oder unausgewogene Fütterung
- ungeeignete oder minderwertige Futtermittel
- zu große oder zu kleine Futtermengen
- zu viele Leckerlis oder Essensreste
- nicht an Alter und Aktivität angepasste Fütterung
Was Sie tun können
Achten Sie auf eine ausgewogene, an Alter, Größe und Aktivität angepasste Fütterung und vermeiden Sie zu viele Zusatzhappen. Beobachten Sie das Gewicht und den Zustand von Fell und Haut Ihres Hundes regelmäßig. Stellen Sie das Futter bei Bedarf nur langsam und schrittweise um.
Fehlernährung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Fehlernährung entwickelt sich meist schleichend, weshalb eine tierärztliche Beratung sinnvoll ist, sobald Sie Auswirkungen bemerken. Fragen Sie eine Tierarztpraxis um Rat, wenn Ihr Hund trotz regelmäßiger Fütterung an Gewicht verliert, stark zunimmt oder anhaltende Haut- und Fellprobleme oder wiederkehrende Verdauungsbeschwerden zeigt. Auch wenn Sie unsicher sind, ob die Fütterung zu Alter, Größe und Aktivität Ihres Hundes passt, oder eine selbst zusammengestellte Ration verwenden, hilft eine fachliche Einschätzung. Wichtig ist zudem, deutliche Krankheitszeichen nicht vorschnell allein der Fehlernährung zuzuschreiben, da sich dahinter auch Erkrankungen verbergen können. Auch wenn kein akuter Notfall vorliegt, lohnt sich eine Beratung, um die Fütterung passend zu gestalten und langfristige Folgen zu vermeiden. So lässt sich klären, wie Sie Ihren Hund ausgewogen versorgen.