Was bedeutet das?
Zahnfleischbluten entsteht, wenn das Zahnfleisch stark entzündet, verletzt oder erkrankt ist und schon bei leichter Berührung oder beim Fressen blutet. Bei Katzen ist eine schmerzhafte Entzündung der Maulschleimhaut, die sogenannte Stomatitis, eine häufige Ursache, ebenso wie fortgeschrittener Zahnstein und Zahnfleischentzündungen. Seltener steckt eine Gerinnungsstörung oder eine Vergiftung mit gerinnungshemmenden Stoffen dahinter, dann bluten oft auch andere Stellen des Körpers. Meist geht das Zahnfleischbluten mit weiteren Anzeichen wie Maulgeruch, vermehrtem Speicheln, vorsichtigem Kauen oder Fressunlust einher, da die Maulentzündung schmerzhaft ist. Achten Sie darauf, ob nur das Zahnfleisch betroffen ist oder ob die Katze auch an anderen Körperstellen blaue Flecken oder Blutungen zeigt.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie vorsichtig ins Maul, soweit die Katze es zulässt.
- gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
- Blut am Spielzeug oder im Wassernapf
- Maulgeruch und Speicheln
- Schmerzen beim Fressen
Zahnfleischbluten bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltendes Zahnfleischbluten oder gleichzeitige Blutungen an anderen Körperstellen sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden, da entweder eine schmerzhafte Maulerkrankung oder eine Gerinnungsstörung vorliegen kann. Auch begleitender Maulgeruch, Speicheln und Fressprobleme sind ein guter Grund für einen Termin, um die Zähne und die Maulschleimhaut zu untersuchen. Bemerken Sie nur einmalig eine leichte Blutung, etwa nach dem Fressen von hartem Futter, und ist die Katze sonst munter, können Sie es kurz beobachten. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei einer starken, nicht stillbaren Maulblutung oder wenn das Zahnfleischbluten mit weiteren Blutungen am Körper einhergeht, etwa mit Nasenbluten oder Blutergüssen. Dann bringen Sie Ihre Katze umgehend in eine Tierklinik, da eine Gerinnungsstörung lebensbedrohlich sein kann.