Was bedeutet das?
Ein verminderter Putztrieb bedeutet, dass die Katze sich weniger oder gar nicht mehr putzt, was sich an einem stumpfen, verfilzten, fettigen oder verschmutzten Fell zeigt, oft zuerst am Rücken und an schwer erreichbaren Stellen. Da gesunde Katzen einen großen Teil ihres Tages mit ausgiebiger Fellpflege verbringen, deutet ein Nachlassen häufig auf ein zugrunde liegendes Problem hin. In Frage kommen Schmerzen, etwa durch Arthrose oder kranke Zähne, die das Putzen erschweren, Übergewicht, das das Erreichen mancher Körperpartien unmöglich macht, sowie allgemeine Erkrankungen, die die Katze schwächen und antriebslos machen. Auch das fortgeschrittene Alter spielt eine Rolle. Ein vernachlässigtes Fell ist deshalb oft ein frühes, aber leicht übersehenes Zeichen für nachlassendes Wohlbefinden.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Fellzustand und Pflegeverhalten.
- Glanz und Sauberkeit des Fells
- verfilzte oder vernachlässigte Stellen
- Beweglichkeit beim Putzen
- Begleitsymptome wie Steifheit
Verminderter Putztrieb bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein nachlassender Putztrieb sollte tierärztlich abgeklärt werden, da häufig Schmerzen, Übergewicht oder eine allgemeine Erkrankung dahinterstecken, die sich behandeln lassen. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn das Fell über mehrere Tage bis Wochen zunehmend stumpf, verfilzt oder ungepflegt wirkt oder wenn die Katze bestimmte Körperstellen sichtlich nicht mehr erreicht. Da ein vernachlässigtes Fell oft eines der ersten Zeichen ist, sollte man es nicht als bloße Alterserscheinung abtun. Achten Sie zusätzlich auf begleitende Zeichen wie verminderte Aktivität, Steifheit, Gewichtsveränderungen oder Mundgeruch. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Katze die Fellpflege plötzlich vollständig einstellt und dabei apathisch und teilnahmslos wirkt. In diesem Fall sollten Sie nicht abwarten, sondern das Tier umgehend vorstellen, da eine ernste Erkrankung vorliegen kann.