Was bedeutet das?
Ein verminderter Geruchssinn bedeutet, dass die Katze Gerüche schlechter wahrnimmt als sonst. Er fällt vor allem dadurch auf, dass die Katze schlechter frisst, denn Katzen müssen ihr Futter riechen können, um überhaupt Appetit zu entwickeln. Häufig steckt eine verstopfte oder verschleimte Nase dahinter, etwa beim Katzenschnupfen, aber auch Veränderungen wie Polypen oder Umfangsvermehrungen in der Nase können den Geruchssinn einschränken. Deshalb kann eine zunächst harmlose Erkältung indirekt zu gefährlicher Fressunlust führen, die eine Katze rasch schwächt. Weil der Geruchssinn selbst nicht sichtbar ist, erkennt man das Problem meist am Fressverhalten. Achten Sie darauf, ob die Nase verkrustet oder verschleimt ist und wie viel Ihre Katze noch frisst.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Nase und Fressverhalten zusammen.
- Fressverhalten und Interesse am Futter
- Nasenausfluss oder verstopfte Nase
- ob angewärmtes Futter besser angenommen wird
- Begleitsymptome wie Niesen
Verminderter Geruchssinn bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Frisst Ihre Katze wegen einer verstopften oder verschleimten Nase deutlich schlechter, sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, damit die Ursache behandelt und einer Fressunlust vorgebeugt werden kann. Ein Termin ist auch sinnvoll, wenn der Geruchssinn über mehrere Tage eingeschränkt bleibt, die Nase verkrustet ist oder Ausfluss hinzukommt. Gerade bei Katzen ist längeres Nichtfressen problematisch, weshalb man nicht zu lange abwarten sollte. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Katze wegen der verstopften Nase gar nichts mehr frisst und teilnahmslos wirkt, denn anhaltende Nahrungsverweigerung kann zu einer gefährlichen Leberverfettung führen. Bieten Sie in der Zwischenzeit stark riechendes, leicht angewärmtes Futter an und beobachten Sie genau, ob und wie viel Ihre Katze aufnimmt.