Was ist das?
Ein Tumor der Nase bei der Katze ist eine krankhafte Gewebewucherung in der Nasenhöhle. Während er wächst, verengt er nach und nach den Nasengang, sodass es zu meist einseitigem Niesen, Nasenausfluss und mitunter zu Nasenbluten kommt. Im weiteren Verlauf kann die Atmung durch die betroffene Nasenseite behindert sein, und in fortgeschrittenen Fällen verändert sich die Gesichtsform auf einer Seite sichtbar. Nasentumoren treten vor allem bei älteren Katzen auf und sind häufig bösartig, weshalb sie zwar örtlich zerstörerisch wachsen, aber oft erst spät streuen. Weil eine anhaltende einseitige Nasensymptomatik ein typisches Warnzeichen ist, sollten solche Beschwerden nicht als hartnäckiger Schnupfen abgetan, sondern gezielt abgeklärt werden.
Typische Anzeichen
Der Tumor zeigt sich durch einseitige Nasenbeschwerden.
- meist einseitiger Nasenausfluss
- Niesen
- gelegentliches Nasenbluten
- erschwerte Nasenatmung
- im Verlauf Gesichtsveränderung
Mögliche Ursachen
Die Entstehung ist meist unklar.
- bösartige Nasentumoren
- zunehmendes Alter
- chronische Entzündungen
- unklare Ursachen
Was Sie tun können
Achten Sie auf anhaltende, einseitige Nasenbeschwerden und beobachten Sie Atmung und Gesicht. Lassen Sie hartnäckige Beschwerden abklären.
Tumor der Nase bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einem Tumor der Nase sollten Sie tierärztlichen Rat einholen, wenn Ihre Katze über längere Zeit einseitig Nasenausfluss zeigt, wiederholt niest oder Nasenbluten auftritt, besonders wenn diese Beschwerden trotz Behandlung nicht abklingen. Eine frühe Abklärung hilft, die Ursache einzugrenzen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn ein starkes, nicht stillbares Nasenbluten auftritt, Ihre Katze durch die verlegte Nasenatmung deutliche Atemnot zeigt oder es zu Kollaps und blassen Schleimhäuten kommt. In diesen Situationen müssen Sie umgehend eine Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. Da sich die Nasenatmung bei fortschreitender Verengung verschlechtern kann, sollten Sie eine betroffene Katze aufmerksam beobachten und bei zunehmender Atemanstrengung nicht abwarten.