Was bedeutet das?
Vermehrtes Speicheln, fachlich Ptyalismus, bedeutet, dass die Katze mehr Speichel produziert als gewöhnlich oder ihn nicht richtig schlucken kann, sodass das Fell an Kinn und Brust nass wird. Die Ursachen liegen häufig im Maul, etwa bei Schmerzen, Entzündungen, kranken Zähnen oder einem Fremdkörper, aber auch Übelkeit, Schluckstörungen oder eine Vergiftung kommen infrage, zum Beispiel nach dem Belecken giftiger Pflanzen, Reinigungsmittel oder bitter schmeckender Substanzen. Manche Katzen speicheln zudem bei starkem Stress oder Angst, etwa auf Autofahrten. Weil das Spektrum von harmlos bis ernst reicht, ist der Zusammenhang entscheidend. Achten Sie darauf, ob die Katze zusätzlich mit der Pfote am Maul reibt, schmatzt oder das Fressen verweigert.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Umstände und Begleitsymptome.
- ob plötzlich oder dauerhaft
- Maulgeruch oder sichtbare Maulprobleme
- Hinweise auf Gift- oder Pflanzenkontakt
- Schluckbeschwerden oder Würgen
Vermehrtes Speicheln bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Plötzliches, starkes Speicheln, vor allem nach möglichem Kontakt mit giftigen Pflanzen oder Substanzen oder in Verbindung mit Schluckproblemen, sollte umgehend tierärztlich abgeklärt werden, da hier eine Vergiftung oder ein Fremdkörper vorliegen kann. Tritt leichtes Speicheln nur kurz in einer Stresssituation auf und legt sich danach rasch, können Sie es beobachten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das plötzliche starke Speicheln nach Pflanzenkontakt auftritt oder mit Atemnot und Schluckbeschwerden einhergeht. Dann bringen Sie Ihre Katze umgehend in eine Tierklinik und nehmen, wenn möglich, die verdächtige Pflanze oder Substanz mit. Versuchen Sie nicht, der Katze etwas einzuflößen oder Erbrechen auszulösen, da dies bei manchen Giften den Schaden vergrößert, sondern lassen Sie das Vorgehen fachlich klären.