Was bedeutet das?
Katzen schlafen von Natur aus sehr viel, oft mehr als die Hälfte des Tages, doch ein deutlicher Anstieg der Schlaf- und Ruhedauer über das gewohnte Maß hinaus kann ein Krankheitszeichen sein. Wenn die Katze kaum noch wach und aktiv ist, sich zurückzieht und das Interesse an Umgebung, Spiel oder Futter verliert, steckt oft eine Erkrankung dahinter. Dazu zählen Blutarmut, eine Nieren- oder Herzschwäche, Infektionen, Schmerzen oder Stoffwechselstörungen. Der Übergang zwischen einem normalen erhöhten Ruhebedürfnis, etwa im Alter oder bei kaltem Wetter, und einer krankhaften Mattigkeit ist fließend und nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, auf zusätzliche Veränderungen im Verhalten und Allgemeinbefinden zu achten.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf das Wachverhalten und die Aktivität.
- Wachphasen und Reaktion auf Reize
- Interesse an Futter und Spiel
- Begleitsymptome wie Gewichtsverlust
- Veränderung gegenüber früher
Vermehrtes Schlafen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Deutlich vermehrtes Schlafen, das mit verminderter Aktivität, Rückzug oder weiteren Symptomen einhergeht, sollte tierärztlich abgeklärt werden, da häufig eine behandelbare Erkrankung dahintersteckt. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn die Katze über mehrere Tage auffallend viel ruht, sich schlechter wecken lässt oder ihr Interesse an Futter, Spiel und Umgebung nachlässt. Da vermehrtes Schlafen ein sehr unspezifisches Zeichen ist, helfen begleitende Beobachtungen wie Gewichtsverlust, verändertes Trinkverhalten oder blasse Schleimhäute bei der Einordnung. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Katze nicht nur viel schläft, sondern apathisch und teilnahmslos wirkt und dabei das Fressen verweigert. In diesem Fall sollten Sie nicht abwarten, sondern das Tier umgehend vorstellen, da eine ernste Erkrankung vorliegen kann.