Was ist das?
Die kognitive Dysfunktion bei der Katze ist eine altersbedingte Verschlechterung der Gehirnfunktion, die der Demenz beim Menschen ähnelt. Im Gehirn lagern sich mit der Zeit bestimmte Stoffe ab und die Nervenzellen arbeiten weniger gut zusammen, sodass Gedächtnis, Orientierung und Lernfähigkeit nachlassen. Betroffene ältere Katzen wirken dadurch verwirrt, miauen häufig nachts, finden ihr Katzenklo nicht mehr zuverlässig oder verändern ihren Tag-Nacht-Rhythmus. Auch verminderte Interaktion mit den Menschen oder scheinbar grundloses Umherwandern kommen vor. Die Veränderungen entwickeln sich meist schleichend über Monate, weshalb sie leicht als normales Altern übersehen werden. Da ähnliche Anzeichen auch bei anderen Alterserkrankungen auftreten, ist es wichtig, solche Ursachen mit zu bedenken und die Katze insgesamt im Blick zu behalten.
Typische Anzeichen
Die Demenz zeigt sich durch verändertes Verhalten im Alter.
- nächtliches, lautes Miauen
- Orientierungslosigkeit in vertrauter Umgebung
- Unsauberkeit
- veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
- vermindertes Interesse an der Umgebung
Mögliche Ursachen
Die Veränderungen sind altersbedingt.
- altersbedingte Veränderungen im Gehirn
- nachlassende Durchblutung des Gehirns
- Begleiterkrankungen des Alters
- oft mehrere Faktoren zusammen
Was Sie tun können
Halten Sie die Umgebung vertraut und ruhig, bieten Sie gut erreichbare Klos und Schlafplätze und behalten Sie feste Routinen bei. Beobachten Sie Veränderungen im Verhalten.
Kognitive Dysfunktion bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anzeichen einer kognitiven Dysfunktion sollten tierärztlich abgeklärt werden, auch um andere Alterserkrankungen auszuschließen. Wenn eine ältere Katze nächtliches Schreien, Orientierungslosigkeit, Unsauberkeit oder einen veränderten Tag-Nacht-Rhythmus zeigt, sollten Sie tierärztlichen Rat einholen. Auch nachlassende Interaktion, verändertes Fressverhalten oder scheinbar grundloses Umherwandern sind Gründe für eine Vorstellung. Wichtig ist dabei, dass ähnliche Beschwerden auch durch andere Erkrankungen des Alters entstehen können, etwa Schmerzen, Bluthochdruck oder Störungen des Stoffwechsels, die abgeklärt werden sollten. Diese Veränderungen sind in der Regel kein Notfall, dennoch verbessert eine frühe Vorstellung die Möglichkeiten, der Katze den Alltag zu erleichtern. Aufmerksam werden sollten Sie besonders dann, wenn sich der Zustand rasch verschlechtert oder neue, deutliche Symptome hinzukommen.