Was bedeutet das?
Häufiges Urinieren bedeutet, dass ein Hund öfter als gewohnt Harn absetzt, oft nur in kleinen Mengen und manchmal an ungewohnten Stellen. Dahinter kann eine harmlose Ursache wie vermehrtes Trinken stehen, häufig ist der Harndrang aber Ausdruck einer Erkrankung. Infrage kommen eine Blasenentzündung, Harnsteine, eine gereizte Blasenschleimhaut oder hormonelle Störungen, die den Wasserhaushalt beeinflussen. Bei manchen Hunden wechseln sich dabei kleine Harnmengen mit erfolglosen Absatzversuchen ab. Da gehäufter Harndrang oft mit Unbehagen oder Schmerz verbunden ist und ein Hinweis auf eine behandlungsbedürftige Ursache im Harntrakt sein kann, sollte das Verhalten aufmerksam beobachtet werden. Wichtig ist, auf Menge, Farbe und Geruch des Harns sowie auf das Allgemeinbefinden zu achten.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Häufigkeit und Menge des Harnabsatzes und achten Sie auf folgende Punkte:
- Ob jeweils viel oder nur wenig Harn abgesetzt wird
- Pressen, Unruhe oder häufiges Aufsuchen der gleichen Stelle
- Verfärbung des Urins oder ungewöhnlicher Geruch
- Begleitendes vermehrtes Trinken
- Anzeichen von Schmerz oder Lecken am Harnausgang
Häufiges Urinieren beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie die Ursache tierärztlich abklären, wenn das häufige Urinieren über einen Tag hinaus anhält, mit sichtbarem Unbehagen einhergeht oder der Harn verändert wirkt, etwa trüb, blutig oder auffällig riechend. Auch wenn Ihr Hund häufig kleine Mengen absetzt und dabei angestrengt wirkt, sollte dies untersucht werden. Beobachten Sie, ob überhaupt noch Harn kommt oder ob Ihr Hund vergeblich in Position geht. Zum sofortigen Notfall wird die Situation, wenn Ihr Hund häufig drängt und presst, aber kaum oder kein Harn mehr abgesetzt wird, oder wenn Schmerzen und Blut im Urin hinzukommen. Ein solcher Harnstau ist zeitkritisch und sollte umgehend in einer Praxis oder einem Notdienst versorgt werden.