Was ist das?
Die Blasenentzündung, fachlich Zystitis, ist eine Entzündung der Schleimhaut in der Harnblase. Die Blase sammelt den Urin, bis er ausgeschieden wird. Ist ihre Wand gereizt oder entzündet, wird das Wasserlassen unangenehm und schmerzhaft, und der Hund verspürt häufigen Harndrang, obwohl die Blase oft kaum gefüllt ist. Betroffene Hunde setzen häufig kleine Mengen ab und lecken sich vermehrt im Genitalbereich. Typisch sind kleine Urinmengen, die immer wieder abgesetzt werden, mitunter mit Blut. Häufig stecken Bakterien hinter der Entzündung, manchmal auch Harnkristalle, Steine oder andere Reize. Für den Hund ist eine Blasenentzündung vor allem quälend und unangenehm, sie ist aber meist gut behandelbar. Verschleppt werden sollte sie dennoch nicht, da sich die Beschwerden ausweiten oder hinter ihnen ein ernsteres Problem stecken kann.
Typische Anzeichen
Eine Blasenentzündung macht sich durch typische Beschwerden beim Wasserlassen bemerkbar.
- häufiges Absetzen kleiner Urinmengen
- sichtbares Pressen oder Schmerzäußerungen dabei
- Blut im Urin
- auffällig strenger Uringeruch
- vermehrtes Lecken im Genitalbereich
Mögliche Ursachen
Eine Reizung der Blasenschleimhaut kann verschiedene Ursachen haben.
- bakterielle Infektionen
- Harnsteine oder Harngrieß
- Unterkühlung oder geschwächte Abwehr
- Tumoren oder Fehlbildungen
- zu seltenes Wasserlassen mit langem Harnstau
Was Sie tun können
Stellen Sie reichlich frisches Wasser bereit, um die Blase durchzuspülen, und ermöglichen Sie häufige Gassirunden zum Lösen. Halten Sie Ihren Hund warm und trocken und beobachten Sie Farbe und Menge des Urins. Fangen Sie nach Möglichkeit eine Urinprobe für die Untersuchung auf.
Blasenentzündung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn Ihr Hund Blut im Urin hat, häufig und in kleinen Mengen presst, beim Wasserlassen sichtbar Schmerzen zeigt oder unsauber wird. Auch wiederkehrende Beschwerden sollten abgeklärt werden, um die Ursache gezielt zu behandeln und ein Verschleppen zu vermeiden. Achten Sie darauf, ob überhaupt noch Urin abgesetzt wird. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Ihr Hund trotz starkem Harndrang gar keinen Urin mehr absetzt, wiederholt erfolglos presst und dabei Schmerzen äußert oder einen aufgetriebenen Bauch und deutliche Teilnahmslosigkeit zeigt. Dies kann auf einen Verschluss der Harnwege hindeuten, der innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich wird. Zögern Sie dann nicht und suchen Sie umgehend tierärztliche Hilfe auf, notfalls über den Notdienst, um einen gefährlichen Harnstau auszuschließen.