Was ist das?
Das Cushing-Syndrom, fachlich Hyperadrenokortizismus, ist eine hormonelle Erkrankung, bei der der Körper dauerhaft zu viel des Stresshormons Cortisol bildet. Cortisol steuert viele Vorgänge im Stoffwechsel, im Immunsystem und im Wasserhaushalt. Ist es ständig im Übermaß vorhanden, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam, betrifft vor allem ältere Hunde und zeigt sich an vielfältigen, oft zunächst unauffälligen Veränderungen.
Typische Anzeichen
Das Cushing-Syndrom äußert sich durch eine typische Kombination von Anzeichen.
- vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen
- gesteigerter Appetit
- ein zunehmend hängender, dicker Bauch
- dünner werdendes Fell und Haarausfall an beiden Körperseiten
- Mattigkeit und nachlassende Belastbarkeit
Mögliche Ursachen
Die übermäßige Cortisolbildung kann verschiedene Ursachen haben.
- ein kleiner, gutartiger Tumor der Hirnanhangsdrüse
- ein Tumor der Nebenniere selbst
- langfristige Gabe cortisonhaltiger Medikamente
- höheres Lebensalter
- bestimmte Rasseveranlagungen
Was Sie tun können
Beobachten Sie das Trink- und Fressverhalten sowie Veränderungen am Fell und an der Bauchform und halten Sie diese fest. Sorgen Sie für jederzeit verfügbares frisches Wasser und ermöglichen Sie häufigeres Lösen. Setzen Sie cortisonhaltige Mittel niemals eigenmächtig ab oder an.
Wann zum Tierarzt
Lassen Sie die genannten Veränderungen tierärztlich abklären, besonders die Kombination aus starkem Durst, Hängebauch und Fellverlust. Verschlechtert sich der Allgemeinzustand deutlich, sollte die Vorstellung zeitnah erfolgen.