Was bedeutet das?
Lymphknoten sind kleine, bohnenförmige Filterstationen des Immunsystems, die über den Körper verteilt liegen. Schwellen sie an, reagiert der Körper auf eine Entzündung, eine Infektion oder eine Tumorerkrankung in der näheren Umgebung oder im ganzen Organismus. Bei Katzen können geschwollene Lymphknoten zum Beispiel bei bakteriellen oder viralen Infektionen, bei Zahn- und Hauterkrankungen, aber auch bei Lymphdrüsenkrebs auftreten. Gut tastbar sind sie unter anderem unter dem Kiefer, vor den Schultern, in den Kniekehlen und in der Leiste. Ob nur ein einzelner Knoten oder mehrere gleichzeitig betroffen sind, gibt wichtige Hinweise. Weil das Spektrum von harmlos bis ernst reicht, sollten deutlich geschwollene Lymphknoten stets abgeklärt werden.
Worauf Sie achten sollten
Tasten Sie vorsichtig die bekannten Lymphknotenstellen.
- Lage und Größe der Schwellung
- ein- oder beidseitig
- Festigkeit und Verschieblichkeit
- Begleitsymptome wie Gewichtsverlust
Geschwollene Lymphknoten bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine leichte, vorübergehende Schwellung einzelner Lymphknoten, etwa bei einer kleinen Entzündung in der Nähe, kann sich von selbst zurückbilden. Tierärztlich abgeklärt werden sollten Lymphknoten, die deutlich vergrößert, hart oder zunehmend geschwollen sind, mehrere Stellen gleichzeitig betreffen oder länger als einige Tage bestehen bleiben. Da auch ernste Ursachen wie Lymphdrüsenkrebs infrage kommen, ist eine frühe Untersuchung wichtig, oft mit einer Zellprobe zur Klärung. Achten Sie bis dahin auf Begleitzeichen wie Fressunlust, Gewichtsverlust oder Mattigkeit. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn Lymphknoten sehr schnell wachsen und Ihre Katze dabei apathisch wird oder wenn eine Lymphknotenschwellung mit Atemnot einhergeht. Bringen Sie sie dann umgehend in eine Tierklinik.