Was bedeutet das?
Gelbe Schleimhäute, fachlich Ikterus oder Gelbsucht, entstehen, wenn sich der Gallenfarbstoff Bilirubin im Körper anstaut und Zahnfleisch, Augenweiß und teils auch die Haut in den Ohren gelblich färbt. Die Ursache liegt meist in einer Erkrankung der Leber, einem Gallenstau oder einem verstärkten Zerfall roter Blutkörperchen. Bei Katzen ist eine Gelbfärbung immer ein ernstes Zeichen, das auf eine bereits fortgeschrittene Störung hinweist, denn die Verfärbung wird oft erst sichtbar, wenn der Bilirubinspiegel deutlich erhöht ist. Häufig kommen weitere Anzeichen wie Fressunlust, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit oder dunkler Urin hinzu. Achten Sie deshalb auf das Gesamtbild und darauf, ob die Katze noch frisst und trinkt.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie sich Zahnfleisch, Augenweiß und Ohrinnenseiten an.
- Gelbfärbung von Zahnfleisch oder Augenweiß
- Appetit und Allgemeinbefinden
- Erbrechen oder Durchfall
- Urinfarbe (dunkel?)
Gelbe Schleimhäute bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine Gelbfärbung der Schleimhäute ist ein ernster Notfall: Kontaktieren Sie umgehend eine für Katzen geeignete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze ohne Verzögerung dort vor, auch wenn sie zunächst noch einigermaßen munter wirkt. Warten Sie nicht ab, da eine unbehandelte Leber- oder Blutstörung rasch fortschreiten kann. Ein sofortiger Notfall liegt insbesondere vor, wenn die Gelbfärbung mit Teilnahmslosigkeit und Fressverweigerung oder mit wiederholtem Erbrechen einhergeht; Katzen, die mehrere Tage nicht fressen, sind zusätzlich gefährdet, da ihre Leber darunter weiter leidet. Notieren Sie für den Weg in die Klinik, seit wann Ihnen die Verfärbung auffällt und ob sich Urin oder Kot verändert haben, da diese Angaben die weitere Einschätzung erleichtern. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man dort auf Ihr Kommen vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie trotzdem sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.