Was ist das?
Die hämolytische Anämie bei der Katze ist eine Form der Blutarmut, bei der die roten Blutkörperchen vermehrt und vorzeitig zerstört werden, schneller als der Körper Nachschub bilden kann. Beim Zerfall dieser Zellen wird roter Blutfarbstoff frei, der den Urin dunkel färben und zu einer Gelbfärbung von Schleimhäuten und Haut führen kann. Ursache ist häufig eine Fehlreaktion des Immunsystems, das die eigenen roten Blutkörperchen angreift, aber auch Infektionen, bestimmte Parasiten oder Vergiftungen kommen infrage. Da gleichzeitig Sauerstofftransport und Zellabbau gestört sind, kann sich der Zustand der Katze sehr rasch verschlechtern. Die Erkrankung ist ernst und kann innerhalb kurzer Zeit lebensbedrohlich werden, weshalb eine zügige Abklärung der Ursache besonders wichtig ist.
Typische Anzeichen
Diese Form der Blutarmut hat oft zusätzliche Zeichen.
- blasse oder gelbliche Schleimhäute
- ausgeprägte Schwäche
- dunkler oder verfärbter Urin
- Apathie
- schnelle Atmung
Mögliche Ursachen
Der verstärkte Blutzerfall kann verschiedene Auslöser haben.
- Fehlreaktion des Immunsystems
- Infektionen, etwa mit Blutparasiten
- Vergiftungen
- Begleiterkrankungen wie Tumoren
Was Sie tun können
Erkennen Sie blasse oder gelbliche Schleimhäute mit Schwäche als ernstes Warnzeichen und handeln Sie rasch. Schonen Sie die Katze.
Hämolytische Anämie bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Die hämolytische Anämie kann ein Notfall sein, da sie sich schnell zuspitzen kann. Wenn Sie an Ihrer Katze blasse oder gelblich verfärbte Schleimhäute in Verbindung mit Schwäche, Müdigkeit oder dunklem Urin bemerken, sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen. Auch nachlassender Appetit und beschleunigte Atmung sind Warnzeichen, die nicht abgewartet werden sollten. Zu einem sofortigen Notfall wird die Lage, wenn Ihre Katze zusammenbricht, in Ruhe deutlich schwer atmet oder sehr blasse bis weiße Schleimhäute zeigt. In diesen Fällen ist der unverzügliche Weg in eine Tierklinik geboten, am besten nach telefonischer Ankündigung. Weil die Zerstörung der roten Blutkörperchen fortlaufend geschehen kann, verbessert ein früher Behandlungsbeginn die Aussichten erheblich.