Was bedeutet das?
Fressunlust beim Hund bedeutet, dass das Tier weniger frisst als gewohnt oder das Futter ganz verweigert. Fressen ist eng mit dem Allgemeinbefinden verknüpft, deshalb ist nachlassender Appetit ein wichtiges Warnzeichen. Die Ursachen sind vielfältig: Sie reichen von Schmerzen im Maul, etwa durch Zahn- oder Zahnfleischerkrankungen oder einen Tumor im Maulbereich, über Übelkeit, innere Erkrankungen und Infektionen bis zu Stress oder Futterunverträglichkeit. Manche Hunde fressen bei Maulschmerzen zögerlich, lassen Futter fallen oder speicheln. Wie lange die Fressunlust besteht und welche weiteren Anzeichen dazukommen, ist entscheidend für die Einschätzung. Sie ist ein beobachtbares Anzeichen und keine Diagnose; die zugrunde liegende Ursache lässt sich nur durch eine tierärztliche Untersuchung sicher feststellen.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie darauf, ob der Hund das Futter ganz verweigert oder nur zögerlich frisst, und ob er trinkt. Beobachten Sie, ob er beim Fressen Futter fallen lässt, den Kopf schief hält, speichelt oder auf einer Seite kaut, was auf Maulschmerzen hindeuten kann. Notieren Sie, ob zusätzlich Erbrechen, Durchfall, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust oder Mundgeruch auftreten. Prüfen Sie, ob sich etwas an Futter, Umgebung oder Tagesablauf geändert hat. Halten Sie fest, seit wann und wie stark der Appetit nachlässt, damit die Praxis den Verlauf einschätzen kann. Untersuchen Sie das Maul nur vorsichtig.
Fressunlust beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie anhaltende Fressunlust tierärztlich abklären. Ein erwachsener Hund, der über etwa ein bis zwei Tage nicht frisst, oder ein Welpe, der schon nach kürzerer Zeit das Futter verweigert, sollte vorgestellt werden. Suchen Sie rasch Hilfe, wenn zusätzlich wiederholtes Erbrechen, Durchfall, ein aufgeblähter Bauch, deutliche Schmerzen, Apathie oder rascher Gewichtsverlust auftreten, denn das kann auf eine ernste Erkrankung hindeuten. Auch anhaltendes Speicheln, Fallenlassen von Futter oder erkennbare Maulschmerzen sollten abgeklärt werden. Zwingen Sie den Hund nicht zum Fressen und geben Sie keine menschlichen Medikamente. Beschreiben Sie der Praxis genau, seit wann und wie stark der Appetit fehlt und welche Begleitzeichen bestehen.