Was bedeutet das?
Erweiterte Pupillen, fachlich Mydriasis, bedeuten, dass die Pupillen dauerhaft groß bleiben und sich auch bei hellem Licht nicht oder kaum verengen. Normalerweise passen sich die Pupillen ständig an die Helligkeit an. Bleiben sie weit, kann das ein Hinweis auf verschiedene Probleme sein: Bei Katzen ist ein Bluthochdruck mit Ablösung der Netzhaut und drohender Erblindung eine wichtige Ursache, außerdem kommen bestimmte Vergiftungen, Schmerzen, Aufregung oder neurologische Störungen infrage. Auch nachlassendes Sehvermögen kann sich so äußern. Weil gerade der Bluthochdruck bei Katzen häufig ist und sich gut behandeln lässt, ist es wichtig, dauerhaft weite Pupillen genau zu beobachten und abklären zu lassen, statt sie als normal abzutun.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie beide Pupillen und das Sehverhalten.
- ob beide Pupillen gleich weit sind
- Reaktion auf Licht
- Hinweise auf schlechtes Sehen (Anstoßen)
- Begleitsymptome wie Unruhe
Erweiterte Pupillen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Kurzzeitig weite Pupillen bei Aufregung, Angst oder in dunkler Umgebung sind normal. Zeitnah tierärztlich abgeklärt werden sollten Pupillen, die dauerhaft weit bleiben und sich bei Licht nicht verengen, besonders wenn Ihre Katze zusätzlich unsicher wirkt, gegen Gegenstände läuft oder schlechter sieht. Da dahinter oft ein behandelbarer Bluthochdruck steckt, kann eine frühe Abklärung das Sehvermögen erhalten. Beobachten Sie bis zum Termin, ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob weitere Auffälligkeiten bestehen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn die Pupillen plötzlich weit werden und Ihre Katze offensichtlich nicht mehr sieht oder wenn weite Pupillen mit Krampfanfällen einhergehen. Bringen Sie sie dann umgehend in eine Tierklinik, da schnelles Handeln nötig ist.