Was ist das?
Der Grüne Star bei der Katze, fachlich Glaukom, bezeichnet einen krankhaft erhöhten Druck im Inneren des Auges. Normalerweise wird im Auge ständig Flüssigkeit gebildet und in gleichem Maß wieder abgeleitet. Ist der Abfluss gestört, staut sich die Flüssigkeit und der Augendruck steigt an. Dieser erhöhte Druck ist sehr schmerzhaft und schädigt den empfindlichen Sehnerv, was rasch zur Erblindung führen kann. Das betroffene Auge wirkt oft gerötet, vergrößert, trüb und hart, die Katze zieht sich zurück und kneift das Auge zusammen. Der Grüne Star ist ein ernster Augennotfall, weil verlorenes Sehvermögen nicht mehr zurückkehrt, wenn zu lange gewartet wird.
Typische Anzeichen
Das Glaukom verursacht Schmerzen und Sehstörungen.
- gerötetes, oft vergrößertes Auge
- Trübung der Hornhaut
- weite, träge Pupille
- Schmerzzeichen wie Zukneifen
- nachlassendes oder fehlendes Sehen
Mögliche Ursachen
Der gestörte Abfluss kann verschiedene Ursachen haben.
- Folge von Augenentzündungen
- Verlagerung der Linse
- Tumoren im Auge
- selten angeborene Veranlagung
Was Sie tun können
Erkennen Sie ein gerötetes, schmerzhaftes oder vergrößertes Auge als Notlage. Geben Sie keine eigenmächtigen Augenmittel.
Grüner Star bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Glaukom ist ein Notfall, bei dem schnelles Handeln über das Sehvermögen entscheidet. Wenn das Auge Ihrer Katze plötzlich gerötet, hart, vergrößert, trüb oder deutlich schmerzhaft erscheint, sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen. Auch wenn Ihre Katze das Auge zusammenkneift, lichtscheu wirkt, sich zurückzieht oder sichtlich leidet, zählt jede Stunde. Weil ein hoher Augeninnendruck den Sehnerv rasch und dauerhaft schädigt, sollten Sie nicht bis zum nächsten Tag abwarten, sondern zeitnah eine Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst ansteuern. Je früher der Druck gesenkt wird, desto größer ist die Chance, Schmerzen zu lindern und das verbliebene Sehen zu erhalten. Zögern Sie im Zweifel nicht, sofort Hilfe zu holen.