Was bedeutet das?
Bauchschmerzen zeigen sich bei Katzen oft nur indirekt, weil sie Schmerz instinktiv verbergen. Betroffene Tiere nehmen eine gekrümmte Haltung ein, mögen nicht am Bauch angefasst werden, ziehen sich zurück, fressen nicht oder sitzen in der typischen zusammengekauerten Schonhaltung. Die Ursachen reichen von einer harmlosen Magen-Darm-Reizung über eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, Verstopfung und Blasenentzündung bis zu einem verschluckten Fremdkörper oder einem gefährlichen Harnverschluss beim Kater. Weil die Bandbreite so groß ist und einige Ursachen rasch bedrohlich werden, sollten Anzeichen von Bauchschmerz ernst genommen werden. Achten Sie zusätzlich darauf, ob die Katze erbricht, Kot und Urin normal absetzt und wie hart oder empfindlich sich der Bauch anfühlt.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Haltung und Reaktion bei Berührung.
- gekrümmte oder verspannte Körperhaltung
- Abwehr beim Anfassen des Bauchs
- Appetitlosigkeit und Rückzug
- Erbrechen oder veränderter Kotabsatz
Bauchschmerzen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anzeichen von Bauchschmerzen, besonders in Verbindung mit Erbrechen, einem harten Bauch, Fressverweigerung oder Teilnahmslosigkeit, sollten zeitnah tierärztlich abgeklärt werden. Sinnvoll ist ein Termin auch, wenn die Katze wiederholt eine Schonhaltung einnimmt oder sich beim Berühren des Bauchs deutlich wehrt. Wirkt die Katze nur kurz empfindlich und ist danach wieder munter und frisst normal, können Sie sie zunächst beobachten. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei einem harten, sehr schmerzhaften Bauch oder wenn Bauchschmerzen gemeinsam mit Erbrechen und Apathie auftreten. Dann bringen Sie Ihre Katze umgehend in eine Tierklinik. Beobachten Sie bei einem Kater unbedingt, ob er noch Urin absetzt, da ein Harnverschluss ein lebensbedrohlicher Notfall ist und rasch behandelt werden muss.