Was ist das?
Ein Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt bei der Katze ist ein verschluckter Gegenstand, der nicht verdaut werden kann und im Verdauungstrakt stecken bleibt. Bei Katzen sind besonders Fäden, Wollreste, Schnüre, Haargummis oder kleine Spielzeugteile gefährlich, da sie beim Spielen leicht verschluckt werden. Sogenannte lineare Fremdkörper wie Fäden sind besonders tückisch, weil sie sich im Darm verfangen und ihn regelrecht zusammenziehen können, was schwere Schäden verursacht. Ein Fremdkörper kann die Passage von Nahrung blockieren, die Darmwand von innen verletzen und die Durchblutung stören. Dadurch drohen ein Aufstauen von Mageninhalt, eine Schädigung des Gewebes und im schlimmsten Fall ein Durchbruch. Weil sich ein solcher Verschluss rasch verschlimmern kann, handelt es sich um einen ernsten, oft akuten Zustand.
Typische Anzeichen
Ein Fremdkörper verursacht vor allem Verdauungssymptome.
- wiederholtes Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- Mattigkeit
- ausbleibender Kotabsatz
Mögliche Ursachen
Verschluckte Gegenstände sind die Ursache.
- Fäden, Schnüre oder Wolle
- kleine Spielzeugteile
- Gummibänder oder Verpackungsreste
- Spielen mit gefährlichen Gegenständen
Was Sie tun können
Bewahren Sie Fäden, Nähgarn und kleine Gegenstände unzugänglich auf. Ziehen Sie niemals an einem Faden, der aus Maul oder After heraushängt, sondern suchen Sie Hilfe.
Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt ist ein Notfall, der rasches Handeln erfordert: Kontaktieren Sie umgehend eine auf Katzen eingerichtete Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze dort ohne Verzögerung vor. Das gilt, wenn Ihre Katze wiederholt erbricht, den Appetit verliert, teilnahmslos wirkt oder wenn Sie beobachtet haben oder vermuten, dass sie einen Gegenstand oder einen Faden verschluckt hat. Ein besonderer Warnhinweis ist ein Faden, der aus Maul oder After heraushängt, an dem Sie keinesfalls ziehen dürfen. Sofort vorzustellen sind zudem ein aufgetriebener, schmerzhafter Bauch, anhaltendes Erbrechen ohne Erleichterung, ausbleibender Kot- und Urinabsatz sowie deutliche Schwäche oder Schmerzen; da ein Darmverschluss lebensbedrohlich werden kann, ist es nicht ratsam, auf ein selbstständiges Abgehen des Gegenstands zu warten. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und halten Sie sich mit weiteren Anrufen nicht auf.