Was ist das?
Beim Harnröhrenverschluss ist die Harnröhre, der Ausgang der Blase nach außen, blockiert, sodass kein Urin mehr abfließen kann. Besonders betroffen sind Kater, weil ihre Harnröhre lang und eng ist. Ursache sind meist Kristalle, Schleimpfropfen oder Verkrampfungen. Der Urin staut sich zurück, harnpflichtige Giftstoffe reichern sich im Blut an und die Blase kann reißen. Ohne Behandlung führt das innerhalb von ein bis zwei Tagen zum Tod.
Typische Anzeichen
Der Verschluss zeigt sich durch dramatische, rasch zunehmende Symptome.
- wiederholtes erfolgloses Pressen auf dem Klo
- kein oder nur tropfenweise Urin
- lautes Maunzen vor Schmerz
- praller, harter Bauch
- zunehmende Apathie und Erbrechen
Mögliche Ursachen
Die Blockade entsteht meist im Rahmen einer Harnwegserkrankung.
- Harnkristalle und Harngrieß
- Schleim- und Zellpfropfen
- Verkrampfung der Harnröhrenmuskulatur
- vorausgegangene Blasenentzündung (FLUTD)
Was Sie tun können
Erkennen Sie die Notlage und verlieren Sie keine Zeit mit Hausmitteln. Bringen Sie Ihre Katze sofort in eine Klinik.
Wann zum Tierarzt
Dies ist ein absoluter Notfall: Bei Verdacht auf einen Harnverschluss muss Ihre Katze umgehend, auch nachts, in einer Tierklinik vorgestellt werden.