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Harnröhrenverschluss bei der Katze: Warnzeichen erkennen und sofort handeln

auch: Harnverschluss · verstopfte Harnröhre · Urinaufstau

Katze★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-10-01

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Erstellt von der VetGuru-Redaktion mithilfe von KI · tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
Notfall
Sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.

Was ist das?

Beim Harnröhrenverschluss der Katze ist die Harnröhre, der Ausgang der Blase nach außen, blockiert, sodass kein Urin mehr abfließen kann. Besonders betroffen sind Kater, weil ihre Harnröhre lang und eng ist und daher leicht verstopft. Als Ursache kommen meist Harnkristalle, Schleim- oder Zellpfropfen sowie Verkrampfungen infrage. Weil der Urin nicht mehr abfließt, staut er sich in die Blase zurück, harnpflichtige Giftstoffe reichern sich im Blut an und die stark gefüllte Blase kann im Extremfall reißen. Das ist lebensbedrohlich, weil die Vergiftung des Körpers und die Störung des Salzhaushalts unbehandelt innerhalb von ein bis zwei Tagen zum Tod führen können. Der Verschluss zählt daher zu den dringlichsten Notfällen.

Typische Anzeichen

Der Verschluss zeigt sich durch dramatische, rasch zunehmende Symptome.

  • wiederholtes erfolgloses Pressen auf dem Klo
  • kein oder nur tropfenweise Urin
  • lautes Maunzen vor Schmerz
  • praller, harter Bauch
  • zunehmende Apathie und Erbrechen

Mögliche Ursachen

Die Blockade entsteht meist im Rahmen einer Harnwegserkrankung.

  • Harnkristalle und Harngrieß
  • Schleim- und Zellpfropfen
  • Verkrampfung der Harnröhrenmuskulatur
  • vorausgegangene Blasenentzündung (FLUTD)

Was Sie tun können

Erkennen Sie die Notlage und verlieren Sie keine Zeit mit Hausmitteln. Bringen Sie Ihre Katze sofort in eine Klinik.

Harnröhrenverschluss bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?

Der Harnröhrenverschluss ist ein absoluter Notfall: Kontaktieren Sie bei jedem Verdacht sofort eine katzenkundige Tierarztpraxis, einen tierärztlichen Notdienst oder eine Tierklinik und stellen Sie Ihre Katze ohne Verzögerung dort vor, auch nachts und am Wochenende. Alarmierend sind wiederholtes, erfolgloses Pressen auf dem Katzenklo ohne Urinabsatz, häufige Toilettengänge mit lautem Klagen, ein harter und schmerzhafter Bauch sowie Unruhe, die in Teilnahmslosigkeit, Erbrechen oder einen Kollaps übergehen kann; gerade bei Katern sind diese Zeichen sehr ernst zu nehmen. Warten Sie in keinem Fall ab, ob die Katze doch noch Urin absetzt, denn mit jeder Stunde steigt die Gefahr einer lebensbedrohlichen Vergiftung und einer Schädigung von Nieren und Herz. Jede Verzögerung verschlechtert die Aussichten erheblich. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit die Praxis vorbereitet ist – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und lassen Sie sich durch den Anruf nicht aufhalten.

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