Kurz gesagt
Der Golden Retriever ist ein freundlicher, geduldiger und menschenbezogener Familienhund. Wie jede Rasse bringt er bestimmte Krankheitsveranlagungen mit, insbesondere eine erhöhte Tumorneigung sowie Haut-, Schilddrüsen- und Gelenkprobleme.
Typische Gesundheitsthemen
- Hüftdysplasie: Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die Schmerzen und Arthrose begünstigt.
- Tumorerkrankungen (Lymphom, Hämangiosarkom): Bösartige Geschwülste, für die die Rasse überdurchschnittlich anfällig ist.
- Hautallergien (Atopie): Überreaktionen der Haut auf Umweltstoffe mit Juckreiz und Entzündungen.
- Hypothyreose: Eine Unterfunktion der Schilddrüse mit Trägheit, Gewichtszunahme und Fellproblemen.
- Katarakt: Eine Trübung der Augenlinse, die das Sehvermögen mindert.
Worauf Sie als Halter achten sollten
Halten Sie den Hund schlank und sorgen Sie für regelmäßige, moderate Bewegung. Beobachten Sie Haut und Fell auf Juckreiz und tasten Sie den Körper regelmäßig auf Knoten oder Schwellungen ab. Achten Sie auf Antriebslosigkeit oder Fellveränderungen als mögliche Schilddrüsenhinweise und nehmen Sie Vorsorgeuntersuchungen inklusive Augen- und Blutkontrollen wahr.
Beim Kauf: auf Gesundheit achten
Suchen Sie seriöse Züchter, die auf Langlebigkeit und Gesundheit selektieren. Verlangen Sie HD- und ED-Befunde, augenärztliche Untersuchungen der Elterntiere und Informationen zur familiären Krebs- und Lebenserwartung. Meiden Sie Vermehrer ohne Gesundheitsnachweise.
Wann zum Tierarzt
Lassen Sie neue oder wachsende Knoten stets abklären. Suchen Sie Rat bei plötzlicher Schwäche, blassen Schleimhäuten oder aufgeblähtem Bauch, bei anhaltendem Juckreiz, bei Lahmheit, bei ungeklärter Gewichtszunahme mit Mattigkeit oder bei zunehmender Trübung der Augen.