Was bedeutet das?
Zahnfleischbluten zeigt sich durch Blut am Zahnfleischrand, an Spielzeug, im Speichel oder beim Kauen. Als Anzeichen bedeutet es, dass das Zahnfleisch gereizt, entzündet oder verletzt ist. Meist liegt eine Entzündung des Zahnfleischs zugrunde, oft im Zusammenhang mit Zahnstein, Belägen oder erkrankten Zahnwurzeln. Seltener stehen Verletzungen, Zubildungen im Maul oder allgemeine Erkrankungen der Blutgerinnung dahinter, besonders wenn es an mehreren Stellen ohne erkennbaren Grund blutet. Entzündetes Zahnfleisch kann schmerzhaft sein und weist häufig auf fortschreitende Zahnerkrankungen hin. Deshalb sollte wiederkehrendes Bluten beobachtet und abgeklärt werden. Achten Sie zusätzlich auf Mundgeruch, Zahnstein, Schwellungen sowie darauf, ob Ihr Hund beim Fressen zögert oder einseitig kaut.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie sich das Zahnfleisch bei gutem Licht an und achten Sie auf folgende Punkte:
- Ob das Bluten an einzelnen oder mehreren Stellen auftritt
- Rötung, Schwellung oder Rückgang des Zahnfleischs
- Vorhandensein von Zahnstein oder lockeren Zähnen
- Verändertes Kau- oder Fressverhalten
- Begleitender Mundgeruch oder vermehrtes Speicheln
Zahnfleischbluten beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Zahnfleischbluten sollten Sie tierärztlich abklären lassen, besonders wenn es wiederholt auftritt oder von Schwellung, Schmerz oder starkem Mundgeruch begleitet wird. Achten Sie darauf, ob Ihr Hund beim Fressen zögert, einseitig kaut, hartes Futter meidet oder sich am Maul reibt. Auch begleitender Zahnstein oder gerötetes Zahnfleisch sind Hinweise auf eine behandlungsbedürftige Zahnerkrankung. Blutet das Zahnfleisch ohne erkennbare Ursache an mehreren Stellen, sollte dies zeitnah abgeklärt werden, da dann auch eine allgemeine Ursache infrage kommt. Als dringlicher gelten eine anhaltende Blutung mit Schwellung und Schmerz sowie eine Blutung ohne erkennbare Ursache an mehreren Stellen. In diesen Fällen sollten Sie nicht länger abwarten, sondern zeitnah eine Praxis aufsuchen.