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Gerinnungsstörung beim Hund: Anzeichen und was zu tun ist

auch: Blutgerinnungsstörung · Koagulopathie

Hund★ Tiermedizinisch aufbereitetStand: 2026-07-23
Erstellt von der VetGuru-Redaktion · unter Mitwirkung einer KI erstellt, tiermedizinisch aufbereitet und redaktionell geprüft
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Was ist das?

Eine Gerinnungsstörung liegt vor, wenn die Blutgerinnung des Hundes nicht mehr richtig funktioniert. Normalerweise verschließt der Körper verletzte Gefäße rasch durch ein fein abgestimmtes Zusammenspiel von Blutplättchen und sogenannten Gerinnungsfaktoren. Ist dieser Schutzmechanismus gestört, blutet es schon bei kleinen Verletzungen ungewöhnlich lange und stark, und es können sogar spontane Einblutungen in Haut, Schleimhäute oder innere Organe entstehen, ohne dass eine Verletzung vorausging. Ursachen können zum Beispiel bestimmte Vergiftungen, angeborene Defekte oder Erkrankungen sein, die die Bildung von Gerinnungsfaktoren oder Blutplättchen beeinträchtigen. Weil dabei auch verborgene innere Blutungen drohen, ist eine Gerinnungsstörung sehr gefährlich und für den Hund potenziell lebensbedrohlich. Für das Tier bedeutet das, dass schon alltägliche kleine Verletzungen zu einer ernsten Gefahr werden können, weil der Körper seinen natürlichen Schutz vor Blutverlust verliert.

Typische Anzeichen

Eine Gerinnungsstörung zeigt sich durch ungewöhnliche Blutungen.

  • punktförmige oder flächige Einblutungen in Haut und Schleimhäuten
  • lang anhaltendes Bluten aus kleinen Wunden
  • Nasenbluten oder Blut im Urin und Kot
  • blasse Schleimhäute und Schwäche
  • Blutergüsse oder blaue Flecken ohne erkennbare Verletzung

Mögliche Ursachen

Eine gestörte Blutgerinnung kann verschiedene Ursachen haben.

  • Vergiftung mit gerinnungshemmenden Substanzen wie Rattengift
  • erbliche Mängel an Gerinnungsfaktoren
  • Lebererkrankungen
  • Fehlsteuerung des Immunsystems gegen Blutplättchen
  • schwere Allgemeinerkrankungen

Was Sie tun können

Halten Sie Ihren Hund ruhig, vermeiden Sie Verletzungsrisiken und überprüfen Sie Haut und Schleimhäute auf Einblutungen. Bei vermutetem Giftkontakt nehmen Sie, wenn möglich, die Substanz oder Verpackung mit. Verabreichen Sie keine Medikamente eigenmächtig.

Gerinnungsstörung beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?

Eine Gerinnungsstörung ist ein Notfall, der umgehend tierärztlich behandelt werden muss. Besonders dringlich ist die Vorstellung, wenn der Verdacht auf eine Vergiftung besteht, etwa nach Kontakt mit Rattengift, denn hier zählt jede Stunde. Ebenso sollten Sie sofort Hilfe aufsuchen, wenn Sie spontane Blutungen bemerken, die ohne erkennbare Verletzung auftreten, oder wenn sich Einblutungen als kleine Flecken in Haut und Schleimhäuten zeigen. Auch eine Blutung, die nach einer kleinen Verletzung nicht zum Stillstand kommt, ist ein Alarmzeichen. Warten Sie in diesen Fällen nicht ab, sondern fahren Sie ohne Verzögerung in die nächste Tierklinik oder zum tierärztlichen Notdienst. Melden Sie sich möglichst vorab telefonisch an und nennen Sie einen etwaigen Vergiftungsverdacht, damit das Team schnell und gezielt handeln kann.

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Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Keine Diagnose oder Behandlung. Im Notfall sofort eine Praxis oder Tierklinik aufsuchen.