Was bedeutet das?
Vermehrtes Schlafen am Tag bedeutet, dass ein Hund seine Ruhe- und Schlafphasen deutlich ausdehnt, insgesamt weniger aktiv ist und tagsüber häufiger und länger döst als gewohnt. Ein gewisses Maß an Schlaf ist völlig normal, und das Schlafbedürfnis steigt naturgemäß im Welpenalter und mit zunehmendem Alter. Nimmt das Schlafen jedoch auffällig zu, ohne dass sich der Tagesablauf geändert hat, können Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Blutarmut, Herzprobleme, Schmerzen oder Stoffwechselstörungen dahinterstehen. Wichtig ist, ruhiges vermehrtes Schlafen, aus dem der Hund normal erwachbar und ansprechbar ist, von einer ausgeprägten Teilnahmslosigkeit zu unterscheiden, bei der er matt und schwer weckbar wirkt. Der Vergleich zum bisherigen Verhalten hilft, die Veränderung einzuordnen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Schlafverhalten und Wachphasen im Vergleich zu früher.
- deutliche Zunahme der Schlafdauer am Tag
- Ansprechbarkeit und Wachheit in den Wachphasen
- Interesse an Futter, Spiel und Umgebung
- Begleitsymptome wie Gewichtszunahme oder Fellveränderungen
- Alter und gewohnter Tagesrhythmus
Vermehrtes Schlafen am Tag beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Suchen Sie tierärztlichen Rat, wenn das vermehrte Schlafen über mehrere Tage deutlich zunimmt, nicht zum Alter oder Tagesablauf passt oder mit weiteren Anzeichen wie Fressunlust, Gewichtsveränderungen, Schwäche, vermehrtem Trinken oder stumpfem Fell einhergeht. So lässt sich klären, ob eine behandelbare Erkrankung dahintersteht. Zu einem Fall für rasches Handeln wird die Situation, wenn Ihr Hund nur noch schwer weckbar und sehr teilnahmslos ist, wenn er blasse Schleimhäute zeigt oder wenn zur Schläfrigkeit Erbrechen und Schwäche hinzukommen. Dann sollten Sie nicht abwarten, da dies auf eine ernstere Erkrankung hindeuten kann. Ein altersgemäß gesteigertes, ruhiges Schlafbedürfnis ohne weitere Beschwerden ist dagegen meist unbedenklich; hier genügt es, das Verhalten weiter im Blick zu behalten.