Was bedeutet das?
Veränderte Krallen können zu lang, verdickt, brüchig, verfärbt oder eingewachsen sein. Bei älteren Katzen werden die Krallen häufig dicker und werden weniger abgenutzt, weil sich die Tiere seltener strecken und kratzen; dadurch können die Krallen einwachsen und in den Ballen drücken. Auch mangelnde Pflege, Verletzungen, Infektionen der Krallenbetten oder seltene Allgemeinerkrankungen können das Aussehen der Krallen verändern. Eingewachsene Krallen sind schmerzhaft und können sich entzünden, brüchige oder abgesplitterte Krallen können bluten oder hängen bleiben. Weil sich viele Probleme mit regelmäßiger Kontrolle früh erkennen lassen, lohnt es sich, die Krallen bei älteren oder wenig aktiven Katzen regelmäßig anzuschauen und Veränderungen zu beobachten.
Worauf Sie achten sollten
Schauen Sie sich alle Krallen einzeln an.
- Länge und Dicke der Krallen
- ob eine Kralle in den Ballen wächst
- Rötung oder Schwellung am Krallenbett
- verändertes Laufverhalten
Veränderte Krallen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Etwas längere oder leicht abgenutzte Krallen sind meist unproblematisch und können bei Bedarf gekürzt werden. Tierärztlich versorgt werden sollten Krallen, die in den Ballen eingewachsen sind, abgebrochen sind und bluten, sich entzündet haben oder aus dem Krallenbett heraus schmerzen. Auch wenn mehrere Krallen gleichzeitig brüchig oder verfärbt sind, ist eine Abklärung sinnvoll, da selten eine Allgemeinerkrankung dahintersteckt. Kürzen Sie eingewachsene Krallen nicht selbst, wenn die Pfote bereits gereizt ist. Ein sofortiger Notfall ist dies in der Regel nicht, doch bei einer eingewachsenen Kralle mit deutlich entzündeter, geschwollener und schmerzhafter Pfote sollten Sie zeitnah eine Praxis aufsuchen, damit die Kralle gelöst und die Entzündung behandelt werden kann.