Was bedeutet das?
Vermehrtes Trinken, auch gesteigerter Durst genannt, bedeutet, dass ein Hund über längere Zeit deutlich mehr Wasser aufnimmt als sonst und den Napf auffällig oft leert. Ein solcher Mehrbedarf kann harmlose Gründe haben, etwa Hitze, körperliche Anstrengung oder eine sehr trockene Fütterung. Häufig steckt jedoch eine Erkrankung dahinter, zum Beispiel eine Störung der Nieren, hormonelle Veränderungen wie Diabetes oder bei unkastrierten Hündinnen eine Entzündung der Gebärmutter. Meist trinkt der Hund mehr, weil der Körper vermehrt Flüssigkeit verliert oder verarbeitet. Weil anhaltend gesteigerter Durst oft ein frühes Zeichen innerer Erkrankungen ist und sich schleichend entwickelt, lohnt es sich, die tägliche Trinkmenge und weitere Auffälligkeiten aufmerksam zu beobachten und einordnen zu lassen.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie die Trinkmenge über einige Tage und achten Sie auf folgende Punkte:
- Ob die Trinkmenge tatsächlich und dauerhaft erhöht ist
- Vermehrter Harnabsatz oder größere Pfützen
- Veränderter Appetit, Gewicht oder Aktivität
- Begleitende Zeichen wie Erbrechen oder Mattigkeit
- Bei Hündinnen ungewöhnlicher Scheidenausfluss
Vermehrtes Trinken beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie die Ursache tierärztlich abklären, wenn der gesteigerte Durst über mehrere Tage anhält, deutlich zunimmt oder von weiteren Krankheitszeichen wie vermehrtem Urinieren, Gewichtsverlust oder Mattigkeit begleitet wird. Bei unkastrierten Hündinnen, die zusätzlich Ausfluss aus der Scheide zeigen, sollte die Untersuchung besonders zeitnah erfolgen, da hier eine ernste Ursache infrage kommt. Hilfreich ist, wenn Sie die tägliche Trinkmenge über einige Tage notieren und mit zur Praxis nehmen. Zum sofortigen Notfall wird die Situation, wenn der stark gesteigerte Durst mit ausgeprägter Mattigkeit und Erbrechen einhergeht oder eine unkastrierte Hündin mit vermehrtem Trinken zugleich Ausfluss und ein gestörtes Allgemeinbefinden zeigt. Dann sollten Sie umgehend eine Praxis oder einen Notdienst aufsuchen.