Was bedeutet das?
Eine Schwellung am Gesäuge betrifft die Milchleiste der Hündin und kann als diffuse Verdickung, als warme Rötung oder als einzelner tastbarer Knoten auftreten. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einer Entzündung des Gesäuges, wie sie nach der Geburt oder bei Milchstau vorkommt, über hormonell bedingte Veränderungen im Rahmen einer Scheinschwangerschaft bis zu Knotenbildungen im Drüsengewebe. Manche Veränderungen bleiben klein und unverändert, andere wachsen oder werden schmerzhaft. Da einige dieser Veränderungen behandlungsbedürftig sind und sich das Gewebe im Verlauf wandeln kann, sollte jede neue Schwellung in diesem Bereich beobachtet werden. Achten Sie darauf, ob die Stelle warm, schmerzhaft oder verhärtet ist und ob sie sich über die Zeit verändert.
Worauf Sie achten sollten
Tasten Sie die Milchleiste vorsichtig ab und achten Sie auf folgende Hinweise:
- Lage, Größe und Festigkeit der Schwellung
- Ob ein oder mehrere Gesäugekomplexe betroffen sind
- Wärme, Rötung, Schmerz oder austretendes Sekret
- Zusammenhang mit Läufigkeit oder Scheinschwangerschaft
- Wie sich die Schwellung über die Zeit verändert
Schwellung am Gesäuge beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Lassen Sie eine Schwellung am Gesäuge tierärztlich beurteilen, besonders wenn ein Knoten tastbar ist, die Stelle schmerzt, sich verhärtet oder über mehrere Tage bestehen bleibt oder wächst. Auch bei einer säugenden oder scheinträchtigen Hündin sollte eine deutliche Veränderung eingeordnet werden. Beobachten Sie Größe, Wärme und Beschaffenheit und ob das Allgemeinbefinden ungestört bleibt. Zum sofortigen Notfall wird die Lage, wenn die Schwellung heiß und stark schmerzhaft ist und mit Fieberzeichen wie Mattigkeit und Appetitverlust einhergeht oder wenn sich am Gesäuge eine offene, nässende Stelle bildet. In diesen Fällen kann eine ernste Entzündung vorliegen, weshalb Sie zeitnah eine tierärztliche Praxis oder einen Notdienst aufsuchen sollten.