Was bedeutet das?
Schmatzen und Zähneknirschen äußern sich durch wiederholte Kau-, Mahl- oder Leerkaubewegungen, oft begleitet von vermehrtem Speicheln. Bei Katzen sind das häufig Zeichen von Schmerzen oder Übelkeit. Schmerzen im Maul, etwa durch kranke Zähne, entzündetes Zahnfleisch, eine gereizte Schleimhaut oder einen Fremdkörper, können das Verhalten ebenso auslösen wie Übelkeit im Zusammenhang mit Magen-Darm-Erkrankungen oder einer Nierenschwäche. Manche Katzen knirschen auch, wenn ihnen schlecht ist oder sie unter Sodbrennen-ähnlichen Beschwerden leiden. Da Katzen Schmerz gut verbergen, wird dieses eher leise Zeichen im Alltag leicht übersehen. Es ist deshalb ein wichtiges Warnzeichen, dem man nachgehen sollte, statt es als bloße Angewohnheit abzutun.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie Mundbewegungen und Fressverhalten.
- Häufigkeit des Schmatzens oder Knirschens
- Speicheln oder Maulgeruch
- vorsichtiges oder einseitiges Fressen
- Begleitsymptome wie Erbrechen
Schmatzen und Zähneknirschen bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Anhaltendes oder wiederholtes Schmatzen und Zähneknirschen sollte tierärztlich abgeklärt werden, da meist Schmerzen oder Übelkeit dahinterstecken, die sich behandeln lassen. Vereinbaren Sie einen Termin, wenn das Verhalten über mehr als kurze Zeit auftritt oder immer wiederkehrt, besonders wenn die Katze dabei speichelt, vorsichtig kaut oder Futter fallen lässt. Da hinter dem Knirschen häufig kranke Zähne oder innere Erkrankungen stehen, ist eine gründliche Untersuchung von Maul und Allgemeinzustand sinnvoll. Achten Sie zusätzlich auf begleitende Zeichen wie Maulgeruch, verändertes Fressverhalten oder Rückzug. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Schmatzen mit vollständiger Fressverweigerung und starkem Speicheln einhergeht, denn dann können ausgeprägte Schmerzen oder ein Fremdkörper vorliegen. Stellen Sie die Katze dann umgehend vor.