Was bedeutet das?
Ein schiefes Gesicht entsteht, wenn der Gesichtsnerv auf einer Seite gestört ist und die zugehörige Muskulatur erschlafft. Dann hängen Lid, Lefze oder Ohr auf der betroffenen Seite herab, das Auge lässt sich nicht mehr richtig schließen, und Futter oder Speichel können aus dem Maulwinkel fallen. Ursachen können eine tiefe Ohrentzündung, die auf den benachbarten Nerv übergreift, eine Entzündung des Nervs selbst oder ein Prozess im Gehirn sein. Wichtig ist, ob nur die mimische Muskulatur betroffen ist oder ob weitere neurologische Zeichen wie Kopfschiefhaltung, Torkeln oder Schluckstörungen hinzukommen, da dies Hinweise auf den Ort der Störung gibt. Deshalb sollte ein schiefes Gesicht stets abgeklärt werden.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie beide Gesichtshälften.
- hängendes Lid, Ohr oder Lefze
- ob das Auge geschlossen werden kann
- Futter, das aus dem Maul fällt
- Begleitsymptome wie Kopfschiefhaltung
Schiefes Gesicht bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein neu aufgetretenes schiefes Gesicht sollte zeitnah tierärztlich untersucht werden, um die Ursache zu klären und zwischen einer Ohr- oder Nervenerkrankung und einem Problem im Gehirn zu unterscheiden. Achten Sie besonders auf das betroffene Auge: Kann Ihre Katze es nicht schließen, trocknet die Hornhaut aus und kann Schaden nehmen, sodass es geschützt werden muss. Beobachten Sie bis zum Termin, ob weitere Anzeichen wie Kopfschiefhaltung, Torkeln oder verändertes Verhalten hinzukommen. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Gesicht plötzlich hängt und gleichzeitig Schluckprobleme, starkes Torkeln oder eine deutliche Bewusstseinsveränderung bestehen. Das kann auf eine ernste Erkrankung im Gehirn hindeuten, weshalb Sie Ihre Katze dann umgehend in eine Tierklinik bringen sollten.