Was ist das?
Bei der Gesichtsnervenlähmung, fachlich Fazialisparese, ist der Gesichtsnerv gestört, der die Muskeln einer Gesichtshälfte steuert. Dadurch erschlaffen Lid, Ohr und Lefze auf der betroffenen Seite, das Auge kann nicht mehr richtig geschlossen werden und Futter oder Speichel laufen aus dem Maul. Weil das Auge nicht mehr ausreichend befeuchtet wird, droht es auszutrocknen. Ursachen können Ohrentzündungen, Verletzungen oder unklare Nervenschäden sein.
Typische Anzeichen
Die Lähmung zeigt sich an einer Gesichtshälfte.
- hängendes Lid, Ohr oder Lefze
- unvollständiger Lidschluss
- Speicheln oder Herauslaufen von Futter
- Augenausfluss durch Austrocknung
- manchmal Kopfschiefhaltung
Mögliche Ursachen
Eine Gesichtsnervenlähmung hat verschiedene Ursachen.
- tiefe Ohr- oder Mittelohrentzündung
- Verletzungen im Kopfbereich
- Tumoren in der Nähe des Nervs
- unklare Nervenentzündung
Was Sie tun können
Halten Sie das betroffene Auge feucht, soweit tierärztlich empfohlen, und beobachten Sie, ob es austrocknet. Achten Sie auf weitere Nervensymptome.
Wann zum Tierarzt
Bei einer hängenden Gesichtshälfte oder unvollständigem Lidschluss sollten Sie zeitnah tierärztlichen Rat einholen.