Was bedeutet das?
Ein rotes Auge entsteht, wenn die Blutgefäße in Bindehaut oder Lederhaut erweitert und stärker durchblutet sind. Das ist eine Reaktion auf Reizung, Entzündung, Verletzung oder eine Druckerhöhung im Auge. Begleitet wird die Rötung oft von Ausfluss, Zukneifen, Tränen oder einer Schwellung der Lider. Bei Katzen steckt häufig eine Bindehautentzündung dahinter, etwa im Rahmen eines Katzenschnupfens, seltener ein Fremdkörper, eine Hornhautverletzung oder ein erhöhter Augeninnendruck. Die genaue Ursache lässt sich nur durch eine Augenuntersuchung sicher klären, da das rote Auge selbst nur ein gemeinsames Zeichen vieler verschiedener Erkrankungen ist. Ob ein oder beide Augen betroffen sind und ob Schmerzen bestehen, gibt Hinweise. Achten Sie darauf, ob sich zusätzlich die Klarheit des Auges oder das Sehvermögen verändert.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf weitere Auffälligkeiten am betroffenen Auge.
- ein- oder beidseitige Rötung
- Ausfluss oder Schwellung
- Zukneifen oder vermehrtes Reiben
- Trübung oder veränderte Pupille
Rotes Auge bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein anhaltend rotes Auge sollte tierärztlich abgeklärt werden, besonders wenn es mit Schmerz, Trübung, vermehrtem Ausfluss oder einer Sehverschlechterung einhergeht, da sich sehr unterschiedliche Ursachen dahinter verbergen können. Auch wenn nur ein Auge betroffen ist oder die Rötung über Tage bestehen bleibt, ist eine Untersuchung ratsam. Beobachten Sie, ob Ihre Katze das Auge normal öffnet und sich sicher bewegt. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn das Auge stark gerötet und hart wirkt und Ihre Katze dabei deutliche Schmerzen zeigt oder wenn eine plötzliche Sehstörung auftritt. Beides kann das Auge dauerhaft gefährden, weshalb Sie umgehend eine Klinik aufsuchen sollten. Versuchen Sie nicht, das Auge selbst zu behandeln, und schützen Sie es vor Reiben, damit sich der Zustand nicht verschlimmert.