Was bedeutet das?
Lahmheit bedeutet, dass die Katze ein Bein schont oder ungleichmäßig belastet, weil es ihr Schmerzen bereitet. Die Ursache kann in der Pfote, einem Gelenk, im Knochen oder in der Muskulatur liegen und reicht von einer kleinen Verletzung wie einem Dorn oder einer Prellung bis zu Verstauchungen, Bissverletzungen oder einem Bruch. Bei älteren Katzen ist Arthrose eine häufige Ursache, die sich schleichend entwickelt. Eine plötzliche Lahmheit beider Hinterbeine mit kalten, schmerzhaften Pfoten kann dagegen auf ein lebensbedrohliches Blutgerinnsel hindeuten. Weil Katzen Schmerzen gut verbergen und sich viel drinnen aufhalten, bleibt eine Lahmheit oft eine Weile unbemerkt. Genaues Beobachten, welches Bein betroffen ist und wann es auftritt, hilft bei der Einordnung.
Worauf Sie achten sollten
Beobachten Sie, welches Bein und wie stark betroffen ist.
- betroffenes Bein und Grad der Belastung
- Schwellung, Wunde oder Fehlstellung
- Schmerzreaktion beim Berühren
- Temperatur der Pfoten (kalt?)
Lahmheit bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei plötzlicher, starker Lahmheit, kalten Hinterpfoten oder einer sichtbaren Verletzung sollten Sie umgehend tierärztliche Hilfe aufsuchen, denn hier kann rasches Handeln entscheidend sein. Auch wenn eine leichtere Lahmheit länger als ein bis zwei Tage anhält, sich verschlimmert oder immer wiederkehrt, gehört das Bein untersucht, um die Ursache zu finden und Schmerzen zu lindern. Ein sofortiger Notfall liegt vor bei einer plötzlichen Lähmung der Hinterbeine, bei Lahmheit mit kalten, schmerzhaften Pfoten oder bei einem offenen Knochenbruch. In diesen Fällen bringen Sie Ihre Katze so schnell wie möglich in eine Tierklinik. Beobachten Sie zusätzlich, ob die Katze frisst, sich zurückzieht oder Fieber zeigt, da dies auf eine tiefer liegende Ursache hindeuten kann.