Was ist das?
Ein Knochenbruch bei der Katze, fachlich Fraktur, ist eine Unterbrechung der Knochenstruktur, die meist durch starke Gewalteinwirkung entsteht, etwa bei einem Sturz aus großer Höhe oder einem Verkehrsunfall. Der betroffene Körperteil wird schlagartig stark schmerzhaft, schwillt an und kann nicht mehr belastet werden, oft steht das Bein in einer unnatürlichen Stellung. Bei einem offenen Bruch durchstößt der Knochen die Haut, was die Infektionsgefahr deutlich erhöht. Häufig bestehen zusätzlich innere Verletzungen, die zunächst nicht sichtbar sind. Bedeutsam ist ein Knochenbruch, weil er sehr schmerzhaft ist, rasche Hilfe braucht und ohne fachgerechte Versorgung falsch zusammenwachsen und die Katze dauerhaft beeinträchtigen kann.
Typische Anzeichen
Ein Knochenbruch verursacht deutliche Symptome.
- plötzliche, starke Lahmheit
- Schwellung und Fehlstellung
- starke Schmerzen bei Berührung
- Schonung des Beins
- bei offenem Bruch sichtbarer Knochen
Mögliche Ursachen
Knochenbrüche entstehen durch Gewalteinwirkung.
- Stürze aus großer Höhe
- Verkehrsunfälle
- Einklemmen oder Quetschungen
- selten krankhaft geschwächte Knochen
Was Sie tun können
Bewegen Sie eine verletzte Katze möglichst wenig und transportieren Sie sie ruhig in einer stabilen Box. Versuchen Sie nicht, den Knochen zu richten.
Knochenbruch bei der Katze: Wann muss ich zum Tierarzt?
Ein Knochenbruch ist ein Notfall, bei dem Sie sofort handeln sollten. Wenn Ihre Katze nach einem Sturz oder Unfall ein Bein gar nicht mehr belastet, es in unnatürlicher Stellung hält, das betroffene Körperteil stark geschwollen und schmerzhaft ist oder ein Knochen sichtbar durch die Haut tritt, bringen Sie sie umgehend und möglichst schonend in eine Tierklinik. Bewegen Sie die Katze dabei so wenig wie nötig und stützen Sie den Körper insgesamt, ohne am verletzten Bein zu ziehen. Achten Sie auch auf Zeichen weiterer Verletzungen wie Atemnot, blasse Schleimhäute oder Teilnahmslosigkeit, denn nach Unfällen bestehen oft zusätzliche innere Schäden. Je schneller Ihre Katze versorgt wird, desto besser sind die Aussichten auf eine vollständige Heilung.