Was bedeutet das?
Hecheln ist die normale Art, wie Hunde überschüssige Wärme abgeben und ihre Körpertemperatur regulieren, da sie kaum über die Haut schwitzen können. Vermehrtes Hecheln tritt daher ganz natürlich bei Wärme, nach körperlicher Anstrengung oder bei Aufregung und Vorfreude auf und ist dann unbedenklich. Hechelt ein Hund jedoch ohne erkennbaren Grund, in Ruhe, nachts oder besonders stark und lang anhaltend, können Schmerzen, Stress und Angst, Fieber, Kreislaufprobleme oder hormonelle Störungen dahinterstecken. Auch bestimmte Belastungen des Herzens oder der Atmung äußern sich mitunter durch vermehrtes Hecheln. Vor allem bei Hitze kann starkes, kaum nachlassendes Hecheln ein frühes Zeichen für einen drohenden Hitzschlag sein, weshalb der Zusammenhang stets mitbedacht werden sollte.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Auslöser, Stärke und Begleitzeichen.
- Zusammenhang mit Hitze, Anstrengung oder Aufregung
- Hecheln in Ruhe oder nachts ohne Grund
- Schleimhautfarbe und Speichelfluss
- Anzeichen von Schmerz oder Unruhe
- Trinkverhalten und Umgebungstemperatur
Vermehrtes Hecheln beim Hund: Wann muss ich zum Tierarzt?
Eine tierärztliche Abklärung ist ratsam, wenn Ihr Hund ohne ersichtlichen Grund, in Ruhe oder ungewöhnlich stark und anhaltend hechelt oder das Hecheln mit weiteren Anzeichen wie Unruhe, Schwäche, Fressunlust oder verändertem Verhalten einhergeht. Auch wenn das Hecheln zu einer bekannten Erkrankung hinzutritt oder plötzlich neu auftritt, sollte die Ursache geklärt werden. Zu einem sofortigen Notfall wird die Situation vor allem bei Hitze, wenn Ihr Hund stark hechelt und dabei taumelt, sehr rote oder bläuliche Schleimhäute zeigt oder teilnahmslos wirkt – dann besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag. Bringen Sie ihn in diesem Fall sofort an einen kühlen Ort und in tierärztliche Behandlung. Normales Hecheln nach Belastung oder bei Wärme ist dagegen unbedenklich.