Was bedeutet das?
Wunde Fesseln sind gereizte, gescheuerte oder verletzte Hautstellen im Fesselbereich, oft mit Haarverlust, Schürfwunden oder Krusten. Sie sind ein Anzeichen und keine eigene Krankheit und können harmlose bis behandlungsbedürftige Ursachen haben. Häufig entstehen sie durch Scheuern, wiederholtes Einknicken, drückendes Zubehör wie Gamaschen oder durch Juckreiz, bei dem sich das Pferd selbst reibt. Auch feuchte Haltung, Milben oder eine Hautentzündung können die Haut empfindlich machen. Von leichter Reizung bis zu tiefen, entzündeten Wunden sind alle Schweregrade möglich. Weil offene Hautstellen sich entzünden können, ist frühe Beobachtung wichtig. Achten Sie darauf, ob nur die oberste Hautschicht betroffen ist oder ob Schwellung, Wärme, Nässen und Lahmheit hinzukommen und ob das Pferd sich vermehrt scheuert.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Lage und Ursache:
- wunde oder verkrustete Stellen an den Fesseln
- begleitender Juckreiz
- Stampfen und Scheuern
- Schürfwunden an der Vorderseite
Wunde Fesseln beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bleiben die wunden Stellen oberflächlich und das Pferd zeigt keine Schmerzen, können Sie die Ursache des Scheuerns beseitigen, die Haut sauber halten und die Entwicklung beobachten. Heilen die Stellen nicht ab oder kehren sie wieder, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll, um etwa Milben oder eine Hautentzündung zu erkennen. Ziehen Sie den Tierarzt hinzu, wenn tiefe oder entzündete Fesselwunden, deutliche Schwellung, Wärme oder Lahmheit auftreten. Ein sofortiger Notfall liegt vor, wenn tiefe, blutende Fesselwunden mit starker Schwellung einhergehen oder das Pferd das Bein kaum belastet. Dann rufen Sie zeitnah den Tierarzt. Halten Sie das Bein bis dahin sauber und trocken, vermeiden Sie erneutes Scheuern und verzichten Sie auf drückendes Zubehör über der wunden Haut.