Was bedeutet das?
Atemnot, medizinisch Dyspnoe, bedeutet, dass dem Pferd das Atmen schwerfällt und es sichtbar für jeden Atemzug arbeiten muss. Erkennbar ist das an heftig pumpenden Flanken, geweiteten Nüstern, einem gestreckten Hals und einer stark erhöhten Atemfrequenz auch in Ruhe. Atemnot deutet auf ein ernstes Problem der Atemwege oder der Lunge hin, etwa eine schwere Entzündung, einen allergisch bedingten Krampf der Bronchien, eine Verlegung der Atemwege oder eine Erkrankung, die den Gasaustausch behindert. Weil der Körper dann nicht mehr genug Sauerstoff aufnimmt, ist Atemnot immer bedrohlich und kann sich schnell zuspitzen. Ihre rasche Beobachtung von Atemmuster, Nüstern und Schleimhautfarbe ist entscheidend, um den Ernst der Lage sofort zu erfassen und ohne Verzögerung zu handeln.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Zeichen erschwerter Atmung:
- starke Bauchatmung mit Dampfrinne
- geweitete Nüstern
- erhöhte Atemfrequenz in Ruhe
- blasse oder bläuliche Schleimhäute
Atemnot beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei deutlicher Atemnot in Ruhe ist sofort tierärztliche Hilfe nötig, denn eine erschwerte Atmung bedeutet, dass das Pferd nicht mehr genug Sauerstoff bekommt, und der Zustand kann sich innerhalb von Minuten lebensbedrohlich zuspitzen. Warten Sie keinesfalls ab, sondern rufen Sie umgehend eine Praxis oder einen Notdienst. Ein sofortiger Notfall höchster Dringlichkeit besteht, wenn die Atmung schon in Ruhe stark angestrengt ist, wenn sich die Schleimhäute bläulich verfärben oder wenn das Pferd in Panik gerät und mit ausgestrecktem Hals nach Luft ringt. Sorgen Sie bis zum Eintreffen der Hilfe für frische, kühle Luft und maximale Ruhe, vermeiden Sie jede Aufregung und Belastung und stellen Sie das Pferd an einen gut belüfteten, staubarmen Ort, ohne es einzuengen.