Was ist das?
Mauke ist eine Entzündung der Haut in der Fesselbeuge (Dermatitis), also an der Beugeseite der Fessel oberhalb des Hufs. Bei diesem Krankheitsbild ist die Haut zunächst gerötet und gereizt, später bilden sich Krusten, Schuppen und nässende Stellen. Begünstigt wird Mauke durch anhaltende Feuchtigkeit, Schlamm und mangelnde Hygiene, die die Hautbarriere aufweichen und angreifbar machen. Besonders anfällig sind Pferde mit üppigem Behang an den Fesseln, da darunter Nässe schlecht abtrocknet. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie tiefer in die Haut vordringen, sich ausbreiten und die betroffene Stelle anschwellen lassen. Die Beugestellen erschweren zudem die Abheilung, sodass Mauke oft hartnäckig verläuft.
Typische Anzeichen
Mauke beginnt meist an der Fesselbeuge:
- gerötete, nässende Haut
- gelbliche, bräunliche oder schwarze Krusten
- Schwellung der Fessel
- Juckreiz oder Schmerz beim Berühren
Mögliche Ursachen
Mauke wird durch mehrere Faktoren begünstigt:
- dauerhafte Feuchtigkeit und Matsch
- mangelnde Hygiene
- Milben oder bakterielle Infektionen
- empfindliche Haut bei weißen Beinen
Was Sie tun können
Halten Sie die betroffenen Stellen trocken und sauber und entfernen Sie vorsichtig die Krusten. Eine trockene, saubere Box und Weidehygiene unterstützen die Heilung.
Mauke beim Pferd: Wann muss ich zum Tierarzt?
Leichte Mauke lässt sich häufig mit trockener, sauberer Haltung und guter Pflege bessern, sie sollte aber beobachtet und nicht vernachlässigt werden. Ziehen Sie den Tierarzt hinzu, wenn die betroffenen Stellen tief, stark nässend oder schmerzhaft sind, wenn eine Schwellung des Beins hinzukommt oder wenn sich die Veränderungen trotz sorgfältiger Pflege ausbreiten oder nicht bessern. Auch wenn das Pferd lahmt oder die Haut deutlich verdickt erscheint, ist eine Untersuchung ratsam. Ein Tierarzt kann die Ursache genauer einordnen und eine geeignete Behandlung einleiten, bevor sich die Entzündung verschlimmert. Bei starker Schwellung, Fieber oder ausgeprägter Lahmheit sollten Sie nicht lange abwarten, sondern zeitnah tierärztlichen Rat einholen.