Was bedeutet das?
Bewegungsloses Hängen direkt unter der Wasseroberfläche bedeutet, dass der Fisch reglos ganz oben im Becken steht, statt sich frei im Wasser zu bewegen. Das ist ein deutliches Zeichen für Atemnot. An der Oberfläche ist der Sauerstoffgehalt am höchsten, weil dort der Austausch mit der Luft stattfindet; der Fisch versucht so, seinen erhöhten Sauerstoffbedarf zu decken. Häufige Ursachen sind Sauerstoffmangel im Wasser, geschädigte oder verlegte Kiemen, Vergiftungen durch schlechte Wasserwerte oder Kiemenparasiten. Anders als kurzes Verweilen an der Oberfläche bleibt der Fisch dabei über längere Zeit reglos hängen. Sind mehrere Tiere betroffen, spricht das für ein Problem im gesamten Becken. Weil der Zustand kritisch ist, sind rasche Aufmerksamkeit und eine schnelle Überprüfung von Sauerstoff und Wasserqualität entscheidend.
Worauf Sie achten sollten
Achten Sie auf Begleitzeichen:
- Schnappatmung
- schnelle Kiemenbewegung
- Apathie
Hängen an der Oberfläche bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bewegungsloses Hängen an der Wasseroberfläche ist ein Notfall und erfordert umgehend fachlichen Rat. Kontaktieren Sie sofort eine fischkundige Notdienstpraxis oder Tierklinik und stellen Sie das Tier ohne Verzögerung dort vor. Besonders dringlich ist dies, wenn die Kiemen auffällig arbeiten, der Fisch nicht mehr auf Reize reagiert oder weitere Tiere des Besatzes dasselbe Verhalten zeigen, da dann das gesamte Becken betroffen sein kann. Halten Sie für die Vorstellung Ihre Angaben zum Besatz und zu den gemessenen Wasserwerten bereit. Rufen Sie nach Möglichkeit vorab an, damit man Sie dort erwartet – erreichen Sie niemanden, fahren Sie dennoch sofort los und warten Sie nicht auf eine Rückmeldung.