Was ist das?
Die Nitritvergiftung wird durch zu hohe Nitritwerte (NO2) im Wasser verursacht und ist eine akute Gefahr für Fische. Nitrit entsteht als Zwischenprodukt beim biologischen Abbau von Ammoniak und sollte in einem gut eingefahrenen Becken rasch weiter zu ungefährlichem Nitrat umgewandelt werden. Ist dieser Prozess gestört, etwa in einem neuen oder überlasteten Aquarium, staut sich Nitrit an und gelangt über die Kiemen ins Blut. Dort blockiert es den Sauerstofftransport, sodass die Fische innerlich zu ersticken drohen, obwohl im Wasser eigentlich genug Sauerstoff vorhanden ist. Betroffene Tiere atmen angestrengt, stehen dicht unter der Oberfläche und wirken zunehmend geschwächt und teilnahmslos. Weil die Wirkung schnell einsetzt, kann eine Nitritvergiftung innerhalb kurzer Zeit mehrere Fische lebensbedrohlich betreffen.
Typische Anzeichen
Auf diese Anzeichen sollten Sie achten:
- schnelles Atmen, Schnappen nach Luft
- bräunlich-blasse Kiemen
- Unruhe oder Apathie
Mögliche Ursachen
Erhöhte Werte entstehen durch:
- nicht eingefahrenen Filter (Nitritpeak)
- Überbesatz und Überfütterung
- Ausfall der Filterbiologie
Was Sie tun können
Machen Sie umgehend einen Teilwasserwechsel und reduzieren Sie die Fütterung. Sorgen Sie für gute Sauerstoffversorgung.
Nitritvergiftung bei Fischen: Wann muss ich zum Tierarzt?
Bei einer Nitritvergiftung ist schnelles Handeln entscheidend, weil das Nitrit den Sauerstofftransport im Blut blockiert und die Fische innerlich ersticken lässt, obwohl genug Sauerstoff im Wasser gelöst ist. Messen Sie umgehend die Wasserwerte, sobald Fische angestrengt atmen, sich dicht unter der Oberfläche sammeln oder zunehmend geschwächt wirken, und ergreifen Sie sofort Maßnahmen, um die Nitritbelastung zu senken, etwa einen Teilwasserwechsel. Ein sofortiger Notfall besteht, wenn Fische in akute Atemnot geraten, an der Oberfläche nach Luft schnappen, das Gleichgewicht verlieren oder wenn mehrere Tiere gleichzeitig betroffen sind. Holen Sie in dieser Lage rasch fachkundigen Rat zum weiteren Vorgehen ein. Warten Sie nicht ab, ob sich die Werte von selbst normalisieren, denn ohne zügiges Eingreifen droht der Verlust weiterer Fische.